Für den jüngst vorgestellten Spielplan 2016/2017 zeichnet Barbara Riecke zwar noch verantwortlich. Doch dann ist Schluss – bald wird sie sich in ihre Heimatstadt Hamburg verabschieden (die az berichtete). 2007, also vor knapp zehn Jahren, übernahm Riecke die künstlerische Leitung des grössten Gastspielhauses im Kanton.

Zusammen mit dem Stiftungsrat hat sie die Professionalisierung des Theaters vorangetrieben, wie auch Antonia Stutz, Präsidentin der Theaterstiftung Baden Wettingen bei Ihrer Abschiedsrede festhielt. «Barbara, du hast dem Kurtheater zur neuen Ausstrahlung verholfen.» Auch Riecke habe am immer wieder sich hinauszögernden Um- und Ausbau des Kurtheater zu beissen gehabt. «Schon bei Ihrem Vorstellungsgespräch war der Umbau ein Thema; noch heute warten wir auf diesen.»

Doch die Verzögerungen hätten laut Stutz auch ihr Gutes gehabt. «Barbara hat mir mal gesagt, dass es eigentlich nach fünf Jahren Zeit sei, die Zelte abzubrechen. Nicht zuletzt dank den Verzögerungen bist du nun ganze neun Jahre in Baden geblieben.» Stutz freue sich aber bereits heute, wenn sie Riecke 2019 – spätestens 2020 – zur Neueröffnung des Kurtheaters werde einladen können.

Auch Stadtammann Geri Müller würdigte das Schaffen Rieckes. «Barbara, du warst eine Institution hier am Kurtheater Baden. Dank deinem Mut für das Unbequeme ist es dir gelungen, dieses Theater immer wieder mit Relevanz und Inhalt zu füllen.»