Würenlingen
Bärengraben: Die grösste Aargauer Deponie macht dicht

Die Deponie Bärengraben ist voll, die Würenlinger Ortsbürgergemeinde fasst neue Projekte ins Auge. Nach 46 Jahren ist die grösste Aargauer Deponie gefüllt. Im letzten Jahr wurde die letzte Lieferung Schlacke abgelagert.

Nicole Bächli
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Das Bild zeigt, wie 1974 im Bärengraben abgelagert wurde. Die exakte Menge der Abfälle kennt niemand. Hans Lüthi/Archiv

Das Bild zeigt, wie 1974 im Bärengraben abgelagert wurde. Die exakte Menge der Abfälle kennt niemand. Hans Lüthi/Archiv

Aargauer Zeitung

Das Ende dieser Ära bedeutet, dass für die Ortsbürgergemeinde eine langjährige Einnahmequelle versiegt. Seit der Gründung des Sanierungsfonds im Jahre 2002 für die auf 80 Jahre angelegte Nachsorge sind die Erträge jedoch nicht mehr in die Ortsbürgerkasse geflossen. Gemeindeammann André Zoppi stellt dennoch fest: «Von den Einnahmen aus der Deponie konnte die Ortsbürgergemeinde Würenlingen sicherlich profitieren und ist dadurch zu Kapital gekommen.» Man dürfe aber nicht vergessen, dass Würenlingen damit auch grosse Risiken auf sich genommen habe.

Sperrgut und Sondermüll

Der durch Abbau von Kalkstein für das Zementwerk Siggenthal entstandene Bärengraben wurde in den Anfangsjahren mit Sperrgut des Zweckverbandes Baden-Brugg beliefert. Später kamen giftige Stoffe aller Art hinzu: Lieferanten waren die Basler Chemie, die Schweizer Armee, die Sprengstofffabrik Dottikon sowie der Kanton Aargau. Mangels Alternativen ordnete er die Ablagerung von Sondermüll in der Würenlinger Deponie an. Vor 17 Jahren wurde der Bärengraben mit einem Kostenaufwand von 30 Millionen Franken saniert. Seite 34