One of a Million Festival
Bärtiger Australier zieht Badener Festival in seinen Bann

Folk-Sänger Angus Stone setzte am dritten Tag des «One Of A Million Festival» den vorläufigen Höhepunkt. Ein italienisches Paar reiste gar nur des Australiers wegen in die Schweiz.

Sandra Ardizzone
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Der Australier Angus Stone
12 Bilder
Er war der Publikumsmagnet an jenem Abend
Angus Stones traurig-schönes Gitarrenspiel
Seine Sanfte Stimme vermochte zu bezaubern
Angus Stone am Banjo
Der Australier Angus Stone trat am One of a Million Festival in Baden auf
In Baden spielte er sein einziges Konzert in der Schweiz
Folk-Sänger Angus Stone
Banjo und Gitarre untermalen die sinnliche Musik
Der Hauptact am Sonntag am One Of A Million Festival
Der bärtige Australier zog das Royal in seinen Bann
Hanna Oblikov am Cello

Der Australier Angus Stone

AZ

Riesig prangt der Schriftzug «One Of A Million» über der Bühne des Royal. Wo früher Kinofilme liefen, hängen diese Tage Banner mit dem Logo des Festivals, das Baden in den letzten drei Jahren zum Musik-Geheimtipp der Schweiz gemacht hat.

Neun Tage lang verwandeln sich die Kulturlokale Stanzerei, Merkker und Royal in Zentren der wenig bekannten Musik.

Am Sonntagabend stand mit dem australischen Folk-Sänger Angus Stone der Headliner des kleinen Musikfestivals auf der Bühne im Royal. Stone zog das Publikum mit seiner sanften, leicht nasalen Stimme bereits vom ersten Lied an in seinen Bann.

Konzert ohne grosse Schwester

Vor ausverkauftem Haus spielte der 26-Jährige Stücke aus seinem zweiten Soloalbum «Broken Brights», mit dem er momentan durch Europa tourt.

«Durch das Schreiben der Lieder auf diesem Album habe ich Seiten an mir entdeckt, von denen ich nicht wusste, dass ich sie habe», so Stone vor dem Konzert. «Ich bin sehr stolz auf ‹Broken Brights› und könnte nicht glücklicher sein, damit zu touren.»

Den Australier kennt man sonst vor allem als Teil des Geschwister-Duos Angus & Julia Stone. Am Sonntag zeigte Stone, dass er durchaus auch ohne seine grosse Schwester erfolgreich sein kann.

Mit seinen melancholischen, ruhigen und teilweise sogar psychedelisch anmutenden Stücken brachte er eine magische Stimmung ins Royal. Untermalt wurde sein Gitarren- und Banjospiel von einer Cellistin, drei Gitarristen und einem Drummer.

Fans aus Italien angereist

Das Konzert in Baden war der einzige Schweizer Halt des Australiers. Von umso weiter weg waren die Fans angereist, um den 26-Jährigen Australier spielen zu hören. «Wir haben gesehen, dass Angus nach Europa kommt», so ein Paar aus Italien. «Da haben wir uns sofort Tickets für dieses Konzert geholt.»

Stones Musik ist es wert, den weiten Weg zurückzulegen. Wer ein solch berührendes Stück zu Ehren seines verstorbenen Hundes schreiben kann, wie Stone mit «The Wolf and the Butler», dem kann man zweifelsohne nachreisen und den ganzen Abend lang zuhören.

Und obwohl der Abend geprägt war von der sanften Stimme und dem traurig-schönen Gitarrenspiel des Australiers, zeigte Stone mit dem letzten Stück «Smoking Gun», dass er auch ganz anders kann.

Gemeinsam mit seiner Band rockte er das Royal ein letztes Mal, bevor er Baden verliess und ans nächste Konzert nach München fuhr.

«Das Publikum war toll. Und die Location – einfach wunderbar. Ich wäre gerne länger geblieben», schwärmte Stone nach dem Konzert.

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