Baden

Basketball Nati-B: Neustart mit ungewissem Ausgang

Neo-Captain Cinzia Ferrari von Alstom Baden lässt ihre Gegnerin stehen.

Neo-Captain Cinzia Ferrari von Alstom Baden lässt ihre Gegnerin stehen.

Die Nationalliga-B-Basketballerinnen von Alstom Baden haben den Trainer gewechselt, das halbe Kader ausgetauscht und einen neuen Captain bestimmt – trotzdem ist der Start in die Meisterschaft geglückt

Die Vorbereitungszeit war knapp. Bloss etwas mehr als sieben Wochen blieben den Badener Basketballerinnen, um sich auf die neue Saison vorzubereiten. Und das, obwohl beim NLB-Team im Vergleich zur letzten Saison kaum ein Stein auf dem anderen geblieben war.

Mit Cinzia Egloff und Michelle Thalmann haben zwei routinierte Spielerinnen das Team verlassen und auch die Zusammenarbeit mit Trainer Ado Kahrimanovic wurde nach drei Jahren nicht mehr verlängert. Neu an der Seitenlinie steht der im Sommer verpflichtete Ivan Jankovic, der zuvor in Serbien und in den USA als Coach gearbeitet hatte.

Um die Lücken von Egloff und Thalmann im ohnehin schon sehr schmalen Kader der Badenerinnen zu schliessen – im Vorjahr umfasste es bloss sieben Spielerinnen –, wurden gleich fünf neue Akteurinnen verpflichtet.

Mit Stella Petermann und Desirée Bütler kehren zwei Ex-Badenerinnen an ihre alte Wirkungsstätte zurück. Zusätzlich stossen Rahel Wehrli und Marta Reyes Martin zum Team, genauso wie Elodie Zoccoletti, die vom Partnerteam CBSZ Wildcats aus Zürich den Weg nach Baden gefunden hat.

Trainer Ivan Jankovic stand bei seinem Amtsantritt also vor der schwierigen Aufgabe, aus bisherigen und neuen Spielerinnen ein Team zu formen. «So viele Veränderungen sind selbst für unser routiniertes und eingespieltes Team eine Herausforderung.

Eigentlich ist es ein Neustart für uns», sagt Neo-Captain Cinzia Ferrari, die auf diese Saison hin das Amt von Florence Hügli übernommen hat. Obwohl die Badenerinnen durch die vielen Wechsel einiges an Routine eingebüsst haben, sieht Ferrari auch Vorteile in der neuen Konstellation.

«Wir haben ein breites, motiviertes Kader. Da wir mehr Spielerinnen haben, können wir nun viel besser trainieren und die Qualität unseres Spiels steigern», ist sie überzeugt.

Starke zweite Hälfte

Und zumindest der Start in die Meisterschaft ist dem BC Alstom Baden geglückt. Obwohl die Badenerinnen in der Vorbereitung kein Testspiel absolviert haben, konnten sie am vergangenen Samstag gegen den NLB-Aufsteiger BC Arlesheim einen ungefährdeten 61:46-Auswärtssieg feiern.

Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit (26:26) machten die Badenerinnen in den zweiten zwanzig Minuten alles klar. «Wir haben stark verteidigt und kamen so zu vielen schnellen Gegenangriffen, dank denen wir uns absetzen konnten», analysierte Ferrari die starke zweite Hälfte ihres Teams.

Einen kleinen Wermutstropfen gab es trotzdem: Im Schweizer Cup setzte es für die Badenerinnen am Tag nach dem geglückten Meisterschaftsstart eine bittere 37:39-Niederlage gegen den 2. Ligisten Grand-Saconnex ab.

«Wir spürten das erste Meisterschaftsspiel und die lange Anreise wohl noch zu stark. Das spiegelte sich dann in einer sehr schlechten Wurfquote über das ganze Spiel wieder», so Ferrari. Die Arbeit geht dem neu zusammengestellten Badener Kollektiv rund um Coach Ivan Jankovic also noch lange nicht aus.

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