Baden
Basler Wandertulpen eröffnen Badener Umweltwochen

Unter dem Motto «Kultur trifft Natur» finden in den kommenden zwei Wochen zahlreiche Veranstaltungen statt. Die Eröffnungsfeier stand ganz im Zeichen der viertägigen Wanderung zweier Schülerinnen von Basel nach Baden.

Nicola Imfeld
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Müde und erschöpft: Die zwei Basler Schülerinnen kommen nach 70 Kilometer Fussmarsch in Baden an. Alex Spichale

Müde und erschöpft: Die zwei Basler Schülerinnen kommen nach 70 Kilometer Fussmarsch in Baden an. Alex Spichale

Alex Spichale

Vier Tage lang waren zwei Schülerinnen von der Schule für Gestaltung Basel nach Baden mit Tulpen unterwegs. Sie schliefen, den zuletzt nassen und kalten Nächten zum Trotz, nur in einem kleinen Holzwagen. Diesen mussten sie rund 70 Kilometer von Norden nach Süden mühsam hinter sich herziehen. Gestern Morgen empfing die beiden Stadtammann Geri Müller unter grossem Applaus auf dem Schlossbergplatz.

Rund 50 Personen wohnten der Eröffnungsfeier der diesjährigen Badener Umweltwochen bei, diese dauert bis zum 5. Juni an. Auch in diesem Jahr stehen die zwei Wochen ganz im Zeichen der zweijährigen Kampagne der Stadt Baden «Natur findet Stadt». Diese ist bis jetzt ein grosser Erfolg, wie Geri Müller sagt: «Bereits 40 private Personen haben ihren eigenen Garten anlässlich der Kampagne durch naturnahe Massnahmen aufgewertet.»

Während der Umweltwochen findet der Tag des offenen Gartentors statt, an dem Teilnehmer der Aktion «Natur findet Stadt» jung und alt in ihre Projektgärten einladen. Dort kann man sich inspirieren lassen und «wenn man Glück hat, sieht man vielleicht auch einige kleine Bewohner, die im naturnahen Garten Einzug halten», wie Müller sagt.

Gartenlesung als Abschluss

Im Schatten der Kampagne geht das diesjährige Motto der Umweltwochen «Kultur trifft Natur» beinahe unter. Dabei sei dieser Aspekt sehr wichtig, wie Projektleiterin Barbara Finkenbrink erklärt: «Wir wollen die Synergien zwischen Kultur und Natur nutzen.» Die Höhepunkte sind denn auch sehr kulturell.

Neben einer Führung mit Tanzperformance über den Martinsberg und Kappelerhof und einem Ausflug zum Stadtimker finden auch zwei literarische Veranstaltungen statt. «In der Stadtbibliothek Baden wurde eine Lese-Ecke mit naturnahen Sachbüchern und Romanen eingerichtet», sagt Finkenbrink. Ausserdem findet als Abschluss der Umweltwochen eine Gartenlesung am Tränenbrünneli an der Limmatpromenade statt.

Warum hat man die Kultur zum Hauptthema gemacht? «Wir wollen die Bevölkerung über Natur und Umwelt aufklären, aber auf eine angenehme Weise», erklärt Projektleiterin Finkenbrink. So findet heute auf dem Schloss Stein eine Wein-Degustation statt.