Baden

Bauliche Mängel: Hallenbad vorübergehend geschlossen

Das Hallenbad Pfaffechappe bleibt noch etwa vier Wochen wegen Mängeln an der Deckenverkleidung geschlossen.STH

Das Hallenbad Pfaffechappe bleibt noch etwa vier Wochen wegen Mängeln an der Deckenverkleidung geschlossen.STH

Das Schulhaus Pfaffechappe wurde 40 Jahre alt. In den Herbstferien wurde die Anlage einer erweiterten Kontrolle unterzogen. Und diese führte aus Sicherheitsgründen zur Schliessung.

Das Schulhaus Pfaffechappe feiert einen runden Geburtstag: Vor 40 Jahren wurde die Anlage unter der Hochbrücke in Betrieb genommen. So richtig frisch wirken die Räume jedoch nach dieser langen Zeit nicht mehr. Das Schulhaus sollte bekanntlich umfassend saniert und umgebaut werden. Dies wird aber erst im Zuge der städtischen Schulraumplanung erfolgen, mit der wohl erst in einigen Jahren zu rechnen ist. Aus diesem Grund wurde die «Pfaffechappe» in den Herbstferien einer erweiterten Kontrolle unterzogen – und die liess die Alarmglocken läuten.

«Wir haben unter anderem die Haustechnik, die Fassaden und die Lehrschwimmhalle genauer angeschaut», sagt Manfred Schätti, Leiter Liegenschaften der Stadt Baden. Letztere fiel in der Kontrolle durch – die Decke ist das Problem. An dieser aufgehängt befindet sich eine Holzverkleidung, an dessen Konstruktion man Mängel entdeckte. Die Verantwortlichen reagierten sofort und liessen die Lehrschwimmhalle vorsorglich schliessen. «Wir nehmen zurzeit vertiefte Abklärungen vor und führen anschliessend umgehend die notwendigen baulichen Massnahmen aus», erklärt Schätti. Dies, um sämtliche Sicherheitsrisiken auszuschliessen.

Im Zusammenhang mit Decken von Hallenbädern erinnert sich mancher schnell an das Drama von Uster, wo 1985 das Dach des Hallenbads einstürzte und zwölf Menschen den Tod fanden. So schlimm ist die Lage im Schulhaus Pfaffechappe jedoch nicht. Manfred Schätti betont: «An der tragenden Betondecke selber ist alles Ordnung.» Für die Personen im Schwimmbad habe nach aktuellem Kenntnisstand nie akute Gefährdung bestanden. Welche Massnahmen konkret nötig sind, wird derzeit ermittelt. Schätti schätzt die anfallenden Kosten grob auf 40 000 bis 50 000 Franken. Es geht auch um eine Überbrückung bis zur grossen Sanierung in einigen Jahren.

Schüler müssen ausweichen

Das Hallenbad bleibt voraussichtlich noch etwa vier Wochen geschlossen. Für die Reparatur ist ein Gerüst notwendig, das eine Nutzung der Halle verunmöglicht. Die Schule sowie weitere Benutzer sind bereits informiert worden. Eine Ausweichmöglichkeit besteht mit dem Schwimmbad Burghalde. Zudem wird die Schule umplanen müssen, um den ordentlichen Sportunterricht gewährleisten zu können. Schätti bestätigt: «Es wird womöglich einzelne Sportlektionen in der normalen Turnhalle geben. Die Abteilung Volksschule plant entsprechend um.»

An der Kontrolle wurden letzte Woche auch die Haustechnik und die Fassaden inspiziert. Dort zeigten sich zwar einige «Alterserscheinungen», dringende Massnahmen wie beim Hallenbad waren jedoch nicht nötig.

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