Bauprojekt
Panne in Niederrohrdorf: Migros muss Baugesuch erneut auflegen ‒ wegen eines Formfehlers

Das umfangreiche Migros Sortiment sollte bald auch in Niederrohrdorf Einzug erhalten. Die Einwohnerinnen und Einwohner müssen sich aber noch gedulden: Nach einem Fehler verzögert sich die Zeit bis zum Startschuss.

Sharleen Wüest
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Das geplante Provisorium werde während rund drei Jahren stehen.

Das geplante Provisorium werde während rund drei Jahren stehen.

Sandra Ardizzone

Die Produkte des orangen Riesen sollen bald auch in Niederrohrdorf verfügbar sein. Ein Migros VOI Laden wird im Dorf als praktische Einkaufsmöglichkeit in der Nähe dienen – zumindest vorübergehend. Bei VOI handelt es sich um ein Detailhandels-Konzept, das von der Genossenschaft Migros Aare entwickelt wurde. Diese Einkaufsläden werden von Franchisenehmern geführt und sollen Versorgungslücken schliessen.

«Wir haben mehrfach Anfragen von Kunden erhalten, welche ein Angebot von Migros-Produkten vermissten»,

schreibt Daniela Lüpold, Mediensprecherin der Genossenschaft Migros Aare.

Seit dem 18. Februar liegt das Baugesuch für das Migros-VOI-Provisorium in Niederrohrdorf bei der Gemeindekanzlei auf. Es ist noch bis zum 19. März einsehbar. Doch bereits in der nächsten Bergpost, dem offiziellen Mitteilungsblatt von Niederrohrdorf und den umliegenden Gemeinden, wird das Baugesuch erneut publiziert: Es kam bei der ersten Auflage zu einem Formfehler. Die Bauprofile wurden vier Tage zu spät auf der Parzelle aufgestellt, weshalb das Gesuch erneut öffentlich aufgelegt werden muss. Die Auflage ist vom 11. März bis 9. April geplant.

Wird das Gesuch in der Gemeinde gutgeheissen, entsteht der Einkaufsladen auf dem Grundstück der Birchmeier Immobilien AG. Die eingeschossige Filiale soll auf einem Teil der Egro-Parkplätze vis-à-vis dem Libellenkreisel aufgebaut werden. Die übrig bleibenden Parkplätze können wie bisher benutzt werden. «Die Baukosten der 417 Quadratmeter grossen Verkaufsfläche belaufen sich auf rund zwei Millionen Franken», erzählt Andreas Ritter, Abteilungsleiter der Bauverwaltung Niederrohrdorf.

Der Gestaltungsplan steht noch nicht

Das sechs Meter hohe Gebäude verfügt über einen Grundriss von 38 auf 17 Meter. Bei einer Genehmigung des Projekts soll die zurzeit gesperrte Zufahrt über die alte Moosstrasse geöffnet werden.

«Dass es sich beim Projekt lediglich um ein Provisorium handelt, liegt daran, dass der Grundeigentümer zurzeit in Zusammenarbeit mit der Gemeinde eine Planung zur Entwicklung des Grundstücks erarbeitet», erklärt Ritter. Die bisherige Industriezone soll umgezont werden, sagt Michael Zehnder, Geschäftsleitung Birchmeier Immobilien AG. Vorgesehen seien auf dem Areal sowohl Wohn- wie auch Gewerbezonen. Ein Gestaltungsplan stehe noch nicht.

Souverän hat an der Gemeindeversammlung das letzte Wort

Um das Vorhaben künftig durchzusetzen, müsse eine Teilanpassung des Zonenplans stattfinden. An der Gemeindeversammlung hat der Souverän das letzte Wort. Auch die Umzonung wäre Thema. Bis diese durchkommt, rechnet Zehnder mit etwa drei Jahren. In der Zwischenzeit soll die Gemeinde vom Angebot der Migros profitieren können. Bewährt sich das VOI-Provisorium, bestehe die Möglichkeit, dass ein Einkaufsladen zukünftig zu einem festen Bestandteil des Areals wird.