Rund 80 Millionen Franken hat Wettingen in den letzten 12 Jahren in seine Schulbauten investiert. Der letzte Meilenstein dieses umfassenden Ausbaus ist die Dreifachturnhalle Margeläcker.

Am Montagmorgen erfolgte mit dem Spatenstich der Startschuss für die neue Sportanlage. «Was Schulbauten betrifft, so ist dies der letzte Spatenstich für die nächsten zehn Jahre», sagte Bauvorsteher Daniel Huser (SVP). 12,8 Millionen Franken kostet der Neubau.

Ein gutes Jahr werden nun die Bauarbeiten dauern. Auf das Schuljahr 2018/2019 soll die Dreifachturnhalle der Schule übergeben werden. Genau rechtzeitig, denn die Schulraumplanung zeigt, dass spätestens ab diesem Zeitpunkt die bestehenden zehn Turnhallen der Gemeinde nicht mehr genügend Platz für den obligatorischen Schulunterricht bieten. 

Die Beteiligten greifen zum Spaten, Gemeindeammann Roland Kuster und Gemeinderat Daniel Huser dürfen sich sogar als Baggerführer versuchen.

Die Beteiligten greifen zum Spaten, Gemeindeammann Roland Kuster und Gemeinderat Daniel Huser dürfen sich sogar als Baggerführer versuchen.

Mehr Möglichkeiten fürs Training

Doch nicht nur die Schüler profitieren von der neuen Sporthalle, sondern auch die Wettinger Sportvereine. Denn: Das Gebäude erhält eine Sprunggrube und Wettkampfturngeräte. «Mit der neuen Turnhalle wollen wir auch den Vereinen mehr Möglichkeiten für ihre Trainings bieten», sagt Huser.

Franz-Beat Schwere, Präsident der Turn- und Sportvereinigung Wettingen (TSV), sagt: «Das Interesse seitens der Vereine ist sehr gross, denn es gibt in der Region nur wenige Dreifachturnhallen.» Vorgesehen ist, dass die Halle jeweils bis 17 Uhr für den Schulunterricht reserviert ist. Ab 19 Uhr steht sie den Sportvereinen zur Verfügung.

«Wir sind bereits mitten in der Planung der Hallennutzung», sagt Schwere und fügt an: «Wir wollen unsere Vereine, die derzeit ausserhalb der Gemeinde trainieren müssen, wieder nach Wettingen zurückholen.» Zudem soll die Dreifachhalle während der Sanierung des Sport- und Erholungszentrums Tägerhard den Sportvereinen eine Ausweichmöglichkeit bieten.

Die neue Sportstätte wurde vom Zürcher Büro Nägele Twerenbold Architekten erarbeitet. Erstellt wird sie von der Totalunternehmerin Implenia AG. Der dreigeschossige Neubau wird teilweise ins Erdreich versenkt. Das obere Geschoss mit Eingangsbereich, Foyer und Zuschauerbereich befindet sich auf gleicher Ebene wie die Sportplätze.

Im Zwischengeschoss befinden sich die Garderoben und WC-Anlagen. Darunter liegen auf Höhe des Hallenbodens die Geräteräume für die Schule und Vereine sowie die Technikräume. In Anlehnung an die bestehenden Gebäude der Schulanlage wird die neue Turnhalle mit Aussenwänden aus Sichtbeton erstellt. Die Sportplätze und die Spielwiese mit der Laufbahn auf der Nordseite bleiben unverändert. Für die Hallennutzer wird es 125 überdachte Fahrradabstellplätze geben.

Jeder durfte mal baggern

Beim Spatenstich waren nicht nur sechs der sieben Gemeinderäte anwesend, sondern unter anderem auch Schulleiter Samuel Kern und Schulpflegepräsident Thomas Sigrist sowie Architekt Reinhard Nägele und Projektleiter der Implenia AG Jens Mügge. Ein Highlight am Rande: Wer mochte, durfte einmal mit dem Bagger im Erdreich graben. Diese Chance liessen sich Gemeindeammann Roland Kuster (CVP) wie auch Gemeinderat Daniel Huser nicht nehmen.