Startschuss

Baustellenära: Bis 2018 wird in Baden nun für den Verkehr gebaut

Regierungsrat Stephan Attiger, Vizeammann Markus Schneider und Rolf H. Meier, Kantonsingenieur (von rechts), lassen sich den Spatenstich mit Pressluft erleichtern, werden aber kräftig durchgeschüttelt.

Regierungsrat Stephan Attiger, Vizeammann Markus Schneider und Rolf H. Meier, Kantonsingenieur (von rechts), lassen sich den Spatenstich mit Pressluft erleichtern, werden aber kräftig durchgeschüttelt.

Der Baubeginn «Äussere Mellingerstrasse» ist zugleich der Startschuss für die Strassenbauprojekte «Baden Zentrum». Hauptprojekt ist der Schulhausplatz. Alle Arbeiten sollen in weniger als vier Jahren abgeschlossen sein.

Die Bauzeit für die Umgestaltung und Sanierung der Mellingerstrasse vom «Badener Tor» bis zur Schadenmühle dauert zwar lediglich ein Jahr. Ab Sommer 2015 folgt jedoch die Neugestaltung des Schulhausplatzes, das Hauptprojekt, dann im Frühling 2016 geht der Schadenmühle-Bereich in Bau, und danach kommt der Brückenkopf Ost auf der Wettinger Seite der Limmat.

Regierungsrat Stephan Attiger sprach beim Spatenstich «Äussere Mellingerstrasse» darum vom Beginn einer Baustellenära, die allerdings viel kürzer sein werde als die Planungsphase.

Dennoch werden erst im Sommer 2018 alle Arbeiten beendet sein, diejenigen rund um den Schulhausplatz – so hofft man – aber bis zur Badenfahrt 2017.

Wenige Einschränkungen

Mit der «Äusseren Mellingerstrasse» ist der ein Kilometer lange Abschnitt von der Pförtnerung «Badener Tor» beim Dättwiler Weiher bis zur Schadenmühle gemeint. Dieser wird saniert und umgestaltet. Die Arbeiten erfolgen in zwei Etappen. Die erste Etappe beinhaltet den Knoten Sonnmatt und den Abschnitt «Badener Tor» bis Migros. In der zweiten Etappe wird von der Migros bis zur Sonnmatt und dann bis zur Schadenmühle gebaut.

Regierungsrat Stephan Attiger verspricht den Meierhöflern mehr Sicherheit und weniger Lärm im Quartier.

Regierungsrat Stephan Attiger verspricht den Meierhöflern mehr Sicherheit und weniger Lärm im Quartier.

Während der Bauzeit bleiben die stadtauswärts- wie die stadteinwärtsführende Spur durchgehend offen. Dies ist nötig, denn auf der Mellingerstrasse passieren täglich über 20’000 Fahrzeuge. Zu örtlichen Behinderungen könne es kommen, erklärte Armin Rauchenstein, Projektleiter beim Kanton, denn die Zufahrten der Sonnmattstrasse und die Querverbindungen von der Mellinger- zur Stadtbachstrasse müssen zeitweise gesperrt werden.

Die Mellingerstrasse erhält bei der Neugestaltung einen durchgehenden Mehrzweckstreifen. Ebenso wird der Radstreifen dort ergänzt, wo er noch Lücken hat. Auf dem stadteinwärts liegenden Abschnitt muss die Strasse stellenweise verbreitert werden.

Das Meierhofquartier profitiert von der Umgestaltung der Mellingerstrasse, denn die trennende Wirkung soll etwas korrigiert werden, sagte Kantonsingenieur Rolf H. Meier. Die Fussgängerquerungen würden sicherer. Und ein Flüsterbelag wird den Strassenlärm dämmen und damit die Wohnqualität entlang der Mellingerstrasse verbessern.

Die geplanten Massnahmen sollen zusammen mit den andern Teilprojekten «Baden Zentrum» den Verkehr durch Baden verflüssigen. Bereits knapp zwei Jahre sind es her, als der Abschnitt Dättwiler Weiher der Mellingerstrasse (Kantonsstrasse K268) auf zwei stadteinwärts führende Stauspuren für den motorisierten Individualverkehr ausgebaut wurde.

Mit dieser Staubewirtschaftung liess sich die Pförtnerung des stadteinwärts führenden Verkehrs so weit verbessern, dass einerseits Rückstaus Richtung Autobahn verhindert und anderseits Stausituationen im Zentrumsbereich entschärft werden.

Die Verkehrsprojekte «Baden Zentrum» werden gesamthaft auf 160 Millionen Franken zu stehen kommen, davon wird der Bund 20 Millionen beisteuern. Auf die Stadt Baden fallen 60 Millionen Franken, aus der Kantonskasse werden 80 Millionen finanziert.

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