Nein, sie seien keine «Möchtegernpiloten», sagt Adi Eggenberger, Präsident des Modellflugsportvereins Stetten. «Aber es ist schon so, dass bei den Jungen der Einstieg in die Aviatik oft über den Modellflug erfolgt. Für unser faszinierendes Hobby braucht es Freude an der Technik. Viele Piloten bauen ihr Flugzeug grösstenteils selber, lösen die anfallenden Probleme und entwickeln das Modell weiter. Wer aber in erster Linie gerne fliegt, kann sich heute ein Modell auch flugfertig kaufen.»

Diese Flugfaszination spürt der Beobachter an der Flugshow, sowohl bei den aktiven Modellflugpiloten als auch bei den Zuschauern. Beeindruckend, welche Modelle die Piloten in den Himmel über Stetten zaubern: Flächenflieger, Schlepper, Segler, Helis, Kampfflugzeuge wie die Venom. Auch Staffel- und Kunstflüge dürfen nicht fehlen. Dies alles funktioniert natürlich nur bei voller Konzentration der Piloten, und zwar bis zum Schluss, bis zur perfekten Landung, die alles andere als unwichtig ist.

Mitglied der ersten Stunde

Adi Eggenberger erzählt voller Stolz von «seinem» Verein. Er war schon bei der Gründung dabei. «Wir waren eine Horde junger Piloten, damals, vor 40 Jahren. Zusammen mit älteren Kollegen haben wir den Verein gegründet und zusammen fliegen gelernt. Es kam natürlich auch hin und wieder vor, dass ein Flieger in einem Baum landete.» Unterdessen hat der Verein eine eigene Flugschule mit kompetenten Fluglehrern und ist im Laufe der Jahre gewachsen: Rund 70 Mitglieder mit etwa 10 Junioren gehören ihm an. Sie alle können ihrem Hobby nur frönen, weil sie hier beim Eichhof ein ideales Fluggelände gefunden haben. Dafür ist Eggenberger dankbar: «Auch, dass wir von den Nachbarn akzeptiert werden und dass uns die Gemeinde Stetten unterstützt, ist nicht selbstverständlich.» Präsident Eggenberger selbst steuert seinen Venom in die Lüfte. Anschliessend lässt er einen Grosssegler in die Höhe schleppen. Spannweite? Eine «Kleinigkeit» von sechs Metern.