Baden
Begeisterung im Publikum: Militärspiel meistert Herausforderung mit Bravour

Das Projektorchester Militärspiel überzeugte im Kurtheater das Publikum mit Klängen aus der ganzen Welt. Das Thema «Tänze» begeisterte die Zuschauer.

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Ein Trompeter des Militärspiels Baden versetzt das Publikum ins Staunen.

Ein Trompeter des Militärspiels Baden versetzt das Publikum ins Staunen.

Mit der Schweizer Hymne eröffnete das Militärspiel Baden das Konzert. Rund 50 Musiker füllten unter der Leitung von Markus Hauenstein am vergangenen Samstag in Berikon und am Sonntag im Kurtheater Baden die Bühne.

Mittlerweile ist das Militärspiel ein Projektorchester mit überregionalen Musikern. Das diesjährige Konzertprogramm verschrieb sich dem Thema «Tänze». Kaum waren die letzten Töne der Hymne verklungen, erfüllte die Filmmusik von «Anatevka», auch bekannt als «Fiddler on the Roof», den Saal des Kurtheaters.

Nach den jüdischen Klängen entführte Solist Thomas Räber mit seiner Trompete die Zuhörer nach Estremadura, einer historischen Provinz in Portugal. Mit dem gleichnamigen Stück lud der versierte Trompeter das Publikum unter anderem zu einem rassigen spanischen Walzer und einem temperamentvollen Paso Doble ein.

Ein Ausflug nach Spanien

Die Musiker gönnten dem Publikum keine Atempause. Es folgte mit der «Jazz Suite Nr. 2» von Schostakowitsch ein weiterer Höhepunkt des Abends.

Während den sechs Sätzen des Werkes wurden alle Register gefordert, doch diese erfüllten ihre Aufgabe mit Bravour. Besonders der bekannte «Second Waltz» liess das Publikum mitschunkeln.

Mit Rossinis feurigem Stück «La Danza» entliess das Orchester seine Zuhörer in die Pause. Rhythmisch, eigenwillig und überraschend, so könnte man das Stück «Barn Dance and Cowboy Hymn» von Philip Sparke beschreiben. Doch auch diese Herausforderung meisterten die Musiker und entführten das Publikum auf einen Tango nach Spanien.

Gefühlvoll, aber unter der für einen Tango nötigen Spannung, interpretierte das Militärspiel Baden Piazzollas «Libertango». Den offiziellen Schluss machte das Stück «Fifth Suite for Band» von Alfred Reed mit seinen vier Sätzen. Jeder Satz nahm das Publikum nochmals in ein fremdes Land mit.

Das Militärspiel Baden verstand es vorzüglich, die Charaktere dieser unterschiedlichen Tänze darzustellen. Erst nach zwei Zugaben und dem obligatorischen Zapfenstreich liess das Publikum die Musiker von der Bühne. (az)

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