Nur noch etwas mehr als eine Woche bleibt, um die Badehose und das Strandtuch einzupacken. Denn am 20. September schliesst das Terrassenbad für dieses Jahr seine Tore. Aber nicht nur das: Auch für die neuen Pächter des «Badi-Bistro», Christoph Wanner und Philipp Penelas, ist es bald an der Zeit, Stühle und Tische, Sonnenschirme und Küchengeräte winterfest zu verstauen.

Die beiden Gastronomen blicken auf eine zufriedenstellende aber auch herausfordernde erste Saison zurück. «Wir hatten Glück», sagt Penelas. Einerseits, weil das Wetter ab Mitte Sommer mitgespielt hat. Andererseits, weil das neue Betriebskonzept bei den Gästen gut angekommen ist. Das sei nicht selbstverständlich, fügt Penelas an. Denn man führe den Betrieb «anders» als die Vorgängerin, die Arwo.

Kapazität überschritten

Trotzdem verlief nicht alles rosig: «Es gab auch Tage, an denen wir an den Anschlag kamen», gibt sich Penelas selbstkritisch. So ist an einem Sonntag im Juli, als sich rund 4500 Gäste im Terrassenbad vergnügten, die Infrastruktur des «Badi-Bistro» zusammengebrochen.

Der Andrang sei dermassen hoch gewesen, dass der Strom in der Küche immer und immer wieder ausfiel, die Fritteusen bei 1000 Portionen Pommes frites an die Grenzen stiessen. Auch die Mitarbeiter waren am Anschlag. «Wir haben keine Kapazität und Infrastruktur für so viele Gäste», sagt Penelas.

Um solche Ausnahmezustände und lange Wartezeiten in Zukunft zu vermeiden, wollen die Pächter in Absprache mit der Stadt noch in diesem Jahr die Infrastruktur aufstocken. Von zusätzlichen Lager- und Kühlmöglichkeiten ist die Rede, ebenso von einer höheren Stromleistung in der Küche.

Auch sonst gibt es so einige Punkte, die Penelas und Wanner im Hinblick auf die Badi-Saison 2016 verbessern wollen. Die Sauberkeit zum Beispiel: So haben sich Gäste über liegengelassenen Abfall am Boden und auf den Tischen beschwert.

«Unser Team war am Anfang teilweise überfordert», gibt Gastronom Penelas zu. Doch man habe das Problem erkannt und in der zweiten Saisonhälfte eine zusätzliche Reinigungsequipe aufgeboten.

Ausserdem wollen die Pächter das Speiseangebot überarbeiten. Einige Gerichte wie zum Beispiel der Gemüsespiess wird es in Zukunft nicht mehr geben. «Es gab kaum Nachfrage», so Penelas. Das sei schade, weil man auch Wert auf gesunde Ernährung legen wollte.

Das «Badi-Bistro»-Team will im Hinblick auf das neue Freibad-Jahr den Betrieb weiter optimieren. Dann, ist Philipp Penelas überzeugt, sei man auf dem guten Weg.