Wettingen
Bei Baschnagel bleiben die Werkstätten «ein wichtiger Träger»

Geschäftsleiter René Fischer äussert sich zu den Plänen der Baschnagel Gruppe. So wird das Hauptgebäude in Wettingen ausgebaut, obwohl das Unternehmen auf eine Vertretung von Audi verzichtet.

Dieter Minder
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Die Werkstätten sind für Geschäftsleiter René Fischer ein sehr wichtiges Element in der Wertschöpfungskette der Baschnagel Gruppe. Alex Spichale

Die Werkstätten sind für Geschäftsleiter René Fischer ein sehr wichtiges Element in der Wertschöpfungskette der Baschnagel Gruppe. Alex Spichale

«Die Baschnagel Gruppe vertritt alle Volumenmarken des VW-Konzerns», sagt René Fischer. Seit Mitte 2012 leitet er das in Wettingen domizilierte Unternehmen der Fahrzeugbranche. Mit rund 140 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Wettingen, Spreitenbach und Würenlos ist sie eines der grössten Autofachgeschäfte und ganz in Familienbesitz. «Die Werkstätten sind ein wichtiger Träger unseres Geschäftes», betont Fischer. Das Unternehmen betreibt neben den Autowerkstätten auch eine Spenglerei und eine Malerei. Die beiden Letzteren werden zentral in Wettingen geführt. «In Wettingen bieten wir die Marken VW und Audi, in Würenlos Seat Chrysler und Jeep und in Spreitenbach Skoda an», präzisiert Fischer. Skoda entwickle sich sehr gut: «Die Marke passt auf den Schweizer Markt.»

Eine besondere Rolle im Angebot spielt die Marke Audi. Sie wurde gezielt zur Premiummarke entwickelt. Das heisst aber auch, dass höhere Anforderungen an die Präsentation gestellt werden. Während VW im Hauptgebäude von Baschnagel angeboten wird, ist der Ausstellungsraum gegenüber für Audi reserviert. Die steigenden Anforderungen an die Fahrzeugpräsentation kann Baschnagel aber nicht mehr vollumfänglich erfüllen. Das Unternehmen beschloss deshalb, auf die Vertretung von Audi zu verzichten. «Wir bleiben Servicevertreter der Marke», sagt Fischer. Die Kunden werden betreut.

Baschnagel gehört zu Wettingen

Einen Ausbau am Hauptgebäude in Wettingen wird es dennoch geben. «Wir planen das Erdgeschoss in Richtung Halbartenstrasse zu erweitern», sagt Fischer. Die Erweiterung wird auch bedingen, dass die Fahrbahnen auf dem Betriebsareal neu angelegt werden. Selbst auf die Waschstrasse wird der geplante Erweiterungsbau sich auswirken. Trotz der Enge auf dem Areal ist weder für die Familie noch für Fischer eine Verlegung des Betriebes denkbar: «Baschnagel gehört zu Wettingen.» Mit dem Ausbau kommt Baschnagel auch den Anforderungen der Lieferanten entgegen. «Wir müssen Auflagen bezüglich Showroom, Möbeln, Beleuchtung und Werkstatt erfüllen», sagt Fischer. Für die Kundinnen und Kunden entsteht auf diese Weise ein Wiedererkennungswert über alle Markenvertretungen.

Die Kunden kennen den Markt

Fischer stellt auch fest, dass die Kunden sehr gut über die Preise informiert sind. «Die Preise in der Schweiz sind sehr tief, sie liegen damit nahe an den Preisen im Ausland. Die Eurokrise liess zudem die Lieferfristen sinken», sagt er.

Für Fischer nimmt die Bedeutung der Werkstätten innerhalb der Wertschöpfungskette immer mehr zu: «Die Kunden haben ein Recht auf guten Service.» Auch in dieser Beziehung sei das Unternehmen gut aufgestellt. Dabei brauche es eine bestimmte Grösse, um die Infrastruktur finanzieren zu können. Konsequenterweise will Fischer den Kundendienst ins Zentrum stellen. In diesen Bereichen sind die meisten Mitarbeiter tätig: «Die Kunden wollen, dass ihr Fahrzeug seinen Wert behält.» Fischer ist überzeugt, dass das Unternehmen so noch krisenresistenter wird. Auch Einbrüche bei den Neuwagenverkäufen könnten besser aufgefangen werden.

Im noch jungen Jahr plant Fischer einen neuen Internetauftritt. «Wir haben uns eine passende Domaine reserviert.»

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