Dättwil
Bei der Einmündung Täfernstrasse kommt es zu brenzligen Situationen

Weil Busse, Taxis und Motorradfahrer oft über die Sperrfläche auf die Busspur fahren, sei es nur eine Frage der Zeit, bis der nächste Unfall passiere, sagt «Täfern»-Wirt Markus Friedli.

Martin Rupf
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Einmündung Dättwil

Einmündung Dättwil

Schweiz am Sonntag

Den Artikel über die Mutter, die ihren Sohn an der Einmündung der Mellinger- in die Täfernstrasse verloren hat («Sonntag» vom 11. 12.), hat auch «Täfern»-Wirt Markus Friedli gelesen. «Ich wohne jetzt schon 55 Jahre hier. Ich bin sozusagen mit dieser Abzweigung aufgewachsen.» Der Unfall bei besagter Stelle im Sommer 2010 sei hoch tragisch, «er hätte uns allen passieren können», ist Friedli überzeugt.

Mit «uns» meint er auch René Zolliker von der Abteilung Planung und Bau der Stadt Baden und Mario Delveccio, Präsident der IG «Dättwil- wo Baden boomt». Alle drei sind sich einig: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis hier wieder ein Unfall passiert. «Bei stehender Kolonne fahren immer wieder Busse, Taxis und Motorräder rechts über die Sperrfläche, um möglichst schnell auf die Busspur zu gelangen», sagt Friedli. Delveccio ergänzt: «Das geht so weit, dass ich mich nicht getraue, hier in das Gewerbegebiet zu fahren.» Stattdessen nehme er den Umweg über den Knoten Esp in Kauf. Für Friedli gibt es zwei Möglichkeiten, die Situation zu entschärfen: «Die Busspur müsste schon vor der Einmündung beginnen, oder die Sperrfläche sollte zumindest erhöht werden, damit man nicht mehr darüber fahren kann.»

Sofortmassnahmen prüfen

«Eine durchgehende Busspur von der Einmündung Mellinger-/Oberdorferstrasse bis zur Täfernstrasse ist angedacht und Teil eines grösseren Projektes rund um den Knoten Esp», sagt Werner Müri, zuständig für das Verkehrsmanagement beim kantonalen Baudepartement. «Doch bis der Kanton dieses Projekt realisieren kann, wird noch einige Zeit vergehen.» Man habe deshalb auch über mögliche Sofortmassnahmen nachgedacht. «Die Busspur jetzt schon bis zum Knoten weiterzuziehen, wäre aufwendig, da der Kanton hierfür Land erwerben müsste, was wiederum eine Auflage nach sich ziehen würde», sagt Müri.

Als Sofortmassnahme stünden vielmehr Lösungen ohne Landerwerb im Vordergrund. Zum Vorschlag, wenigstens die Sperrfläche vor der Einmündung leicht zu erhöhen, damit man nicht mehr darüberfahren kann, meint Müri: «Diesen Vorschlag nehmen wir gerne auf und schauen ihn einmal genau an.»

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