Bierkonsum

Bei diesem Wetter war Hopfen und Malz verloren – doch die EM rettete den Badener Biersommer

An den Public Viewings in der Region floss einmal mehr viel Bier. Archiv

An den Public Viewings in der Region floss einmal mehr viel Bier. Archiv

Regen und tiefe Temperaturen zeichnen diesen Sommer aus, die Bierproduzenten Müller Bräu und Lägerebräu ziehen dank der EM aber eine gute Bilanz.

Keine Wolke am Firmament, die Sonne scheint mit voller Kraft vom Himmel – ein wunderschöner Sommertag, da gehört für viele ein kühles Bier dazu.

Noch ist der Sommer nicht ganz vorbei, doch für die Bierproduzenten neigt sich die Hochsaison des Hopfengetränks dem Ende zu. «Wir verkaufen am meisten Bier zwischen April und Juli», sagt Felix Meier, Geschäftsführer der Müller Bräu AG.

Trotz dem eher mässigen Sommer kann Müller Bräu eine ähnlich gute Bilanz wie 2015 vorweisen: Rund 120'000 Liter Bier pro Woche wurden diesen Sommer verarbeitet. «Dank der Fussball Europameisterschaft wurde trotz teilweise niedrigen Temperaturen viel Bier getrunken», sagt Meier.

So wurden an manchen Public Viewings bis zu 7000 Liter Müller Bräu Bier konsumiert. Laut Meier fallen auch private Anlässe ins Gewicht, viele Leute haben mit Freunden und einem Kasten Bier die EM zu Hause verfolgt.

Lägerebräu wird immer beliebter

Auch das Wettinger Bier Lägerebräu hat dank der EM gute Umsätze geschrieben. «Die Insel Arena lief sehr gut», sagt Marco Wipfli, Geschäftsleiter der Lägerebräu AG. Besonders viel Lägerebräu wurde aber am Wettiger Fäscht konsumiert.

«Das ist ein grosses Fest für unsere kleine Brauerei», sagt Wipfli. Immer mehr Stände haben das lokale Bier in den letzten Jahren in ihr Verkaufssortiment aufgenommen.

Einzig der Biergarten auf der Klosterhalbinsel lief angesichts des schlechten Wetters diesen Sommer nicht sehr gut. Trotzdem: «Der Bierabsatz in diesem Sommer ist etwa gleich wie im Vorjahr», sagt Wipfli.

Genaue Zahlen gebe man aber nicht bekannt. Allgemein kann sich Lägerebräu aber über steigende Zahlen freuen. «Unser Bier ist in den letzen Jahren immer beliebter geworden. Jetzt haben wir unsere Produktionskapazität erreicht», sagt Wipfli.

Mit 3000 Hektoliter pro Jahr hat die Produktionsanlage ihr Limit erreicht. Eine Vergrösserung ist aber in Planung, so Wipfli. Schliesslich steht im nächsten Sommer die grosse Badenfahrt an. «Little Wettige wird sicher Lägerebräu ausschenken», sagt Wipfli. Aber auch andere Stände seien in Planung.

Müller Bräu versorgt Badenfahrt

Exklusivlieferant der Badenfahrt ist jedoch Müller Bräu, das heisst alle Getränke (auch Lägerebräu Bier) sowie die ganze Logistik laufen über den Badener Bierhersteller. «Das wird eine grosse Sache», sagt Meier.

So werden für die Badenfahrt vier zusätzliche Süde von jeweils 150 Tausend Hektoliter Bier für das Fest hergestellt. Doch die grosse Herausforderung ist laut Meier nicht die Produktion, sondern vielmehr die Logistik.

Einerseits müssen die einzelnen Biersorten in Flaschen und Dosen abgefüllt oder für den Offenschank bereitgestellt werden. Anderseits gebe es an der Badenfahrt auch Spezialbiere im Offenschank, wie beispielsweise das Pale Ale, sagt Meier.

Als Getränkelieferant stellt Müller Bräu neben Bier auch Spirituosen, Wein, Softgetränke sowie Buffets und 500 Kühlschränke zur Verfügung. Das erfordere sehr viel Planung. So bereitet sich der Bierhersteller bereits seit zwei Jahren auf die Badenfahrt 2017 vor.

«Ab Herbst geht es in die intensive Vorbereitungsphase», sagt Meier. Eine grosse Herausforderung, auf die man sich freuen könne. «Die Badenfahrt gehört sicherlich zu den nationalen Topevents», so Meier.

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