Bellikon
Beide Wasserreservoire sanierungsbedürftig – der Gemeinderat will einen Neubau

Eigentlich hätte beim Wasserreservoir nur das ältere der beiden Reservoire abgebrochen und durch ein neues ersetzt werden sollen. Wie es sich herausstellte, sind beide sanierungsbedürftig. Der Gemeinderat beantragt nun einen Kredit über 1,95 Mio. Franken für den Neubau des Reservoirs.

Carla Stampfli
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Das Wasserreservoir Dorf stammt aus dem Jahr 1900 und wurde 1971 erweitert.

Das Wasserreservoir Dorf stammt aus dem Jahr 1900 und wurde 1971 erweitert.

zvg

Das Wasserreservoir Dorf in Bellikon, das genau genommen aus zwei Reservoiren aus dem Jahr 1900 und 1971 besteht, ist sanierungsbedürftig und stösst an seine Grenzen. Nun will der Gemeinderat seine in die Jahre gekommene Infrastruktur erneuern. Deshalb beantragt er an der Gemeindeversammlung vom 23. November einen Kredit über 1,95 Millionen Franken für den Neubau des Wasserreservoirs.

Eigentlich hätte beim Wasserreservoir nur das ältere der beiden Reservoire abgebrochen und durch ein neues ersetzt werden sollen: Dafür sprach die Gemeindeversammlung im November 2017 einen Projektierungskredit in Höhe von 75'000 Franken. «Die Machbarkeitsstudie hat gezeigt, dass der gesamte Bau sanierungsbedürftig ist und ein Anbau nur mit erheblichen Mehrkosten zu realisieren ist», sagt Gemeindeammann Hans Peter Kurth (parteilos). Insbesondere beim Reservoir von 1971 hätte es grössere Sanierungsarbeiten benötigt. «Wir haben deshalb eine Güterabwägung gemacht und entschieden, dass es wirtschaftlich mehr Sinn macht, das Wasserreservoir durch einen vollständigen Neubau zu ersetzen.»

Neubau ist in zwei Etappen geplant

Das neue Reservoir wird über eine Kapazität von insgesamt 1600 Kubikmeter verfügen (heute 800 Kubikmeter), mit insgesamt drei Kammern. Es kommt direkt neben, teilweise auf dem alten Reservoir zu stehen. Der Bau soll in zwei Etappen erfolgen, wobei zuerst die Betriebswarte und zwei Wasserkammern erstellt werden. Sobald das neue Reservoir betriebsbereit ist, werden die Werkleitungen verbunden und vom alten Reservoir abgetrennt. In einer zweiten Etappe wird das alte Reservoir rückgebaut und die dritte Wasserkammer fertiggestellt. «Der Bau in Etappen hat den grossen Vorteil, dass die Wasserversorgung stets zu 100 Prozent gesichert ist», sagt Kurth.

Der Gemeindeammann ist froh, habe man rechtzeitig erkennen können, dass der Sanierungsbedarf höher ist als ursprünglich gedacht: «Eine Rundumerneuerung ist die einzig vernünftige und nachhaltige Lösung. Mit dem Neubau werden nicht nur die aktuellen, sondern auch die künftigen Generationen mit Trink- und Löschwasser versorgt sein», sagt Kurth.

Ableitung wird auch ersetzt

Gleichzeitig mit dem Kredit für den Neubau unterbreitet der Gemeinderat den Stimmberechtigten einen Kredit in Höhe von 0,54 Mio. Franken für die Erneuerung der Trinkwasserableitung aus dem Reservoir. Über diese Leitung wird das Trink- und Löschwasser für die Gemeinden Bellikon, Künten, Remetschwil und Stetten abgeleitet. «Ein Ersatz ist nötig, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten», so Hans Peter Kurth.

Stimmt die Gmeind den beiden Krediten zu, soll mit den Bauarbeiten der ersten Etappe Anfang 2019 begonnen werden. Geht alles nach Plan, wird das neue Reservoir im Spätherbst 2019 in Betrieb genommen. Im Winter 2020 wird dann die zweite Etappe realisiert. Die Trinkwasserableitung soll gleichzeitig mit der Erstellung des Neubaus ersetzt werden.