52 neue Alterswohnungen entstehen mit dem Neubau des Alterszentrums. Das Interesse ist mehrfach grösser. Die für individuelles Wohnen im Alter konzipierten Wohnungen kosten insgesamt 38 Millionen Franken. Im März wurde das 50-jährige Hochhaus innert weniger Stunden abgerissen. Während inzwischen die Bagger im Alterszentrum Kehl die imposante Grube für das neue Kehl herrichten, planen die Landschaftsarchitekten bereits den perfekten Übergang der künftigen Naturflächen auf dem Kehlareal zum naheliegenden Wald. Der Förderverein Kehl informierte auf der Baustelle in Baden über den Stand des Neubauprojekts.

Logistische Herausforderung

Der Bau der beiden neuen Häuser sei für alle Beteiligten eine enorme logistische Herausforderung, sagte Projektleiter Patrick Wildberger, Architekt bei Bob Gysin+Partner, Zürich. Es müssten Spezialisten wie Architekten, Bauphysiker, Ingenieure, Landschaftsarchitekten oder die Bauleitung koordiniert werden. Und dann sollen das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner und der Betrieb im Kehl während des Baus möglichst störungsfrei weitergehen. Dafür mussten vor dem grossen Aushub auch zahlreiche unterirdische Leitungen für Strom, Wasser, Kanalisation und Kommunikation verlegt werden, führte Patrick Wildberger weiter aus.

Als «Etappenhalt auf dem Weg in die Kehl-Zukunft» bezeichnete Regula Dell’Anno-Doppler, Vorstandsmitglied des Fördervereins und Stadträtin, die Info-Veranstaltungen. Der Verein unterstützt das kulturelle und gesellschaftliche Leben im Kehl und fördert die Integration des Kehls im Quartier und in der Stadt.

Eduardo Forgas, Kehl-Geschäftsführer, ist zufrieden mit dem Baufortschritt: «Wir sind im Terminplan». Die Einweihung ist im 4. Quartal 2016 vorgesehen. Ein weiterer Meilenstein folgt aber bereits in zwei Monaten: Am 12. September wird das Kehl 50 Jahre alt. (az)