Auf den ersten Blick wirkt Maya Haze etwas zurückhaltend und schüchtern. Doch sobald sie ihren Mund öffnet und anfängt zu singen, steht eine junge und selbstbewusste Frau vor einem. Die 24-jährige Sängerin aus Killwangen verfolgt seit ihrem 8. Lebensjahr den Traum, als Sängerin gross rauszukommen. Diesem ist sie bald einen Schritt näher, denn ab dem 25. Mai ist ihr erstes Album namens «Million» im Handel.

Maya Haze – By my side

Maya Haze – By my side

«Ich habe wahrscheinlich erst gesungen und dann gesprochen», erzählt Maja Doppler, wie sie mit bürgerlichem Namen heisst. Das Y im Vornamen und das Haze als Nachname habe sie sich als Künstlernamen ausgesucht, damit sie mehr nach einem Star klingt, so die Sängerin. Angefangen hat ihre musikalische Laufbahn vor gut 15 Jahren. Damals nahm sie mit ihrer älteren Schwester zum ersten Mal Gesangsunterricht. Schon bald langweilte sich die Schwester, doch Maya Haze entdeckte ihre grosse Leidenschaft. «Von da an wollte ich nichts anderes mehr tun, ich hatte nie ein anderes Hobby, nur die Musik», so Haze. Auch ihre Gesangslehrerin erkannte das Talent und fing an, sie zu fördern. Es folgten kleine Auftritte an Schulanlässen oder Dorffesten. Obwohl sie sich nach der Oberstufe auf ihre Gesangskarriere konzentrieren wollte, suchte sie sich auf Bitten ihrer Eltern eine Lehrstelle. Die Ausbildung zur Kosmetikerin gefiel ihr, trotzdem liess sie der Traum von der grossen Bühne nie los.

Zwei Jahre Arbeit für das Album

Mit 18 Jahren gründet sie mit ihrem Vater, einem Hobbypianisten, die Band Maja and the Beats. «Wir traten vor allem auf Hochzeiten und Firmenanlässen auf», sagt Haze. Davon getrieben, ihr eigenes Ding durchzuziehen, entschloss sie sich vor drei Jahren, die Band zu verlassen. «Ich wollte nicht mehr Lieder meiner Idole singen, sondern meine eigenen Songs schreiben und produzieren.» Um nebst dem Singen ein zweites Standbein zu haben und Geld zu verdienen, eröffnete sie ihr eigenes Kosmetikstudio namens Khaleesi in Stetten. Nebenbei sang sie weiterhin auf Hochzeiten oder kleineren Open Airs. In jeder freien Minute schrieb sie englische Texte für ihre eigenen Lieder. Vor drei Jahren sprach sie dann ein Rapper an, der wollte, dass sie in einem seiner Lieder singt. Als ihre Stimme dem Produzenten gefiel, war das der Startschuss für die Aufnahme eines eigenen Albums. Zwei Jahre arbeitete sie daran. Inspiration fand die Sängerin in den Songs ihrer Vorbilder wie Beyoncé, Joss Stone oder Jessi J. Schreiben kann sie aber vor allem, wenn sie sehr traurig oder glücklich ist. «Dann sprudelt es aus mir heraus», so die Sängerin.

Das Aargauer Kuratorium unterstützte die Sängerin mit 6000 Franken. «Die Aufnahmen und Videodrehs kosteten viel Geld. Ich bin sehr dankbar, dass mir so geholfen wurde», so Haze. Wie viel sie mit dem Verkauf ihres Albums verdient, kann die Sängerin nicht abschätzen. «Ich werde dadurch sicher nicht reich, aber es ist ja auch erst der Anfang meiner Karriere. Ich bin optimistisch», sagt Haze.