Für Adrian Suter, den gebürtigen Lengnauer, schien die berufliche Laufbahn von Kindesbeinen an vorgezeichnet. Schon als Knirps hat er einem Verwandten, der in Ehrendingen eine Bäckerei betrieb, ausgeholfen. «Ich habe sogar mit der Hutte Brot ausgetragen», sagt er. Das hat ihm grossen Spass gemacht, so sehr, dass er diesen Beruf ergriffen hätte, wäre da nicht der Schwimmbadbau in Niederweningen dazwischen gekommen. «Auch dort durfte ich kleinere Hilfsarbeiten übernehmen und mir war schlagartig klar – ich möchte Maurer werden», sagt der 65-Jährige lachend.

Eine befriedigende Arbeit

Das ist eine Weile her, die Maurerlehre hat er längst hinter sich und die Erfahrung, die Adrian Suter in den letzten 43 Jahren als Bauunternehmer (mit einem Unterbruch von acht Jahren) sammeln konnte, hat er in seine Einzelfirma einfliessen lassen. Die Einzelfirma wurde zum Familienbetrieb und ist seit Juli eine Aktiengesellschaft. Nachdem sein Vater mittelfristig kürzer treten möchte, verstärkt Sohn Marco seit ein paar Monaten das Familienunternehmen Adrian Suter Bau + Renovationen AG mit Sitz in Baden. «In den Schulferien habe ich auf Baustellen von meinem Vater mitgeholfen und damit mein Sackgeld aufgebessert», sagt der 40-Jährige. «Mir hat diese Arbeit von Anfang an gut gefallen, denn man sieht am Abend, was man gemacht hat.»

Vater ist der Allrounder

Er habe noch Hochbauzeichner geschnuppert, doch das Berufsziel sei immer klar gewesen. Nach der Maurerlehre und der Ausbildung zum Hochbau-Polier hat er seine Sporen in seinem Lehrbetrieb abverdient. Nun müsse er sich schon etwas umgewöhnen. Spontanität sei in einem Kleinbetrieb gefragt. Eine langfristige Planung, wie Marco Suter es bisher kannte, sei schier unmöglich. «Meine Stärken liegen vor allem in Neubauten, was gerade bei Anbauten, die wir häufig ausführen, von Vorteil ist.» Vater Adrian hingegen ist der Allrounder, der von kleinen Reparaturen bis zu aufwendigen Fassadenrenovationen alles ausführt. «In Brunnen etwa habe ich die mit Wandbildern verzierte Fassade vom Hotel Bellevue restauriert.» Künftig wird sich auch Sohn Marco diesen Arbeiten annehmen. In seinem Vater hat er einen erfahrenen «Lehrmeister».

Der Familienbetrieb wird durch Mutter Astrid und Tochter Nadine verstärkt, die sich den administrativen Aufgaben annehmen. Astrid Suter möchte, wie ihr Mann, ins zweite Glied zurücktreten. Dank Tochter Nadine ist dies nun möglich. Die Familienmitglieder arbeiten nicht nur zusammen, sondern sie wohnen in Niederweningen auch in nächster Nachbarschaft. Marco Suter: «Wir verstehen uns gut, hatten nie grössere Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Familie. Sonst würde das nicht gehen.» Sagts und macht sich auf, um mit Vater Adrian zur nächsten Baustelle zu fahren.