Rohrdorferberg

Beitritt zur neuen gemeinsamen Musikschule braucht das Ja von vier Gemeinden

Die Stimmbürger der vier Gemeinden entscheiden über den Beitritt zur gemeinsamen Musikschule. (Keystone)

Die Stimmbürger der vier Gemeinden entscheiden über den Beitritt zur gemeinsamen Musikschule. (Keystone)

Die Oberrohrdorfer stimmen als Erste über die neue «Musikschule Rohrdorferberg» ab. Ein Beitritt verbessert die Möglichkeiten der Musikschüler und erhöht das Engagement der Lehrpersonen – Er hat aber auch Auswirkungen auf die Tarife.

Ab nächster Woche bis Ende Juni haben es die Stimmbürger von Bellikon, Nieder- und Oberrohrdorf sowie Remetschwil in der Hand: Dann nämlich werden sie an den Gemeindeversammlungen entscheiden, ob sie dem neuen Gemeindeverband «Musikschule Rohrdorferberg» beitreten wollen – oder nicht. Die vier Gemeinden streben analog zum Oberstufenzentrum auch bei der Musikschule eine Zusammenarbeit an: Bisher war Niederrohrdorf der Musikschule Region Baden angeschlossen, Remetschwil und Bellikon derjenigen von Oberrohrdorf, wobei die Belliker Schüler auch nach Mutschellen gingen.

Genehmigen die Stimmbürger den Beitritt, nimmt der Verband mit Sitz in Oberrohrdorf seine Aktivitäten am 1. August auf. René Roca, Oberrohrdorfs Vizeammann, hofft, dass das Projekt «Musikschule Rohrdorferberg» umgesetzt wird: «Bei den Vorbereitungen spürten wir den Willen, nebst dem neuen Oberstufenzentrum auch eine gemeinsame Musikschule zu schaffen.» Dies sei auch ein wichtiges Signal gegen aussen: «Es ist wichtig, zu zeigen, dass wir die Zusammenarbeit in der Region pflegen», sagt Roca.

Mit einem Beitritt würden sich auch die Tarife verändern: Während in Bellikon, Oberrohrdorf sowie Remetschwil die Elternbeiträge ansteigen werden, sinken diejenigen für die Niederrohrdorfer Schüler. Dies, weil Niederrohrdorf bis anhin der Musikschule Region Baden angeschlossen war – und deren Tarife höher sind. «Wir hätten die Elternbeiträge so oder so moderat erhöhen müssen», sagt Roca. Denn verglichen mit anderen Musikschulen in der Region, lägen die Tarife eher im unteren Segment.

Verbleib beim aktuellen Lehrer

«Die Erhöhung ist gerechtfertigt», sagt Roca. Schliesslich würden sich für die Gemeinden Vorteile ergeben. So wird beispielsweise eine breitere Palette an Instrumentalunterricht angeboten. Auch haben die Musikschüler bessere Möglichkeiten, in einem Ensemble zu spielen sowie an Projekten, etwa Workshops, teilzunehmen. Die Pensen der Lehrpersonen werden zudem mittelfristig grösser, wodurch sich deren Engagement an der Schule erhöht.

Für die Schüler bringt ein Beitritt hingegen keine Änderungen mit sich: Sie sollen grundsätzlich bei der aktuellen Lehrperson verbleiben. Auch der Musikunterricht soll weiterhin in Ober- und Niederrohrdorf stattfinden. Dasselbe gilt für den Blockflötenunterricht, der in Bellikon und Remetschwil durchgeführt wird. «Dadurch, dass die Oberstufe nach Niederrohrdorf gezügelt ist, stehen im alten Schulhaus Staretschwil Räume leer. Mit der neuen Musikschule können wir diese nun optimal nutzen», sagt Roca.

Lehnt eine einzige «Gmeind» den Beitritt ab, wird der Verband nicht gegründet. Die Musikschule Oberrohrdorf würde aber vorübergehend weiter bestehen, wobei sich die Musikschüler aller drei Gemeinden anmelden können.

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