Würenlos

Bekenntnis zum eigenen Alterszentrum – und zu jenem der Nachbarn

Der VAZW plant sein Alterszentrum auf der Würenloser Zentrumswiese - mit dem Support von Vizeammann Anton Möckel.

Der VAZW plant sein Alterszentrum auf der Würenloser Zentrumswiese - mit dem Support von Vizeammann Anton Möckel.

«Die Würenloser haben sich mehrmals deutlich für ein eigenes Alterszentrum ausgesprochen», sagt Vizeammann Anton Möckel. Als Gemeinderat wie auch als Vorstandsmitglied des Vereins Alterszentrum Würenlos (VAZW) engagiert er sich für die Realisierung.

Aus diesem Grund liess er sich zusätzlich in den Verwaltungsrat der Wettinger St. Bernhard AG wählen. Diese plant im Gebiet Langäcker Wettingen ein Alters- und Pflegezentrum. «Es ist sinnvoll, wenn bessere Kontakte zwischen den Pflegezentrumprojekten in Wettingen und Würenlos bestehen», begründet Möckel seine neue Funktion.

Der VAZW plant sein Alterszentrum auf der Würenloser Zentrumswiese. Auf keinen Fall sieht Möckel im Wettinger Projekt einen Ersatz für das Würenloser Heim. «Beide Vorhaben weisen Parallelen auf», sagt Möckel und erwähnt insbesondere den zeitlichen Faktor. Das von der St. Bernhard AG geplante Heim soll, so Verwaltungsratspräsident Rémy Picard, bis in etwa fünf Jahren realisiert werden und das bestehende Zentrum am Lägernhang ersetzen.

Auch die Würenloser möchten bis in rund fünf Jahren in die Realisierungsphase kommen. «Wir wollen vom Wissen der St. Bernhard AG profitieren. Sie hat eine gute Organisationsstruktur», sagt Möckel. Dies geschieht auch auf operativer Ebene. Bernadette Flükiger, Geschäftsleiterin des Alterszentrums St. Bernhard, ist als Beraterin des VAZW tätig. Dieser plant in Absprache mit der Gemeinde ein Heim mit 90 Betten. Davon sollen ein Teil in Alterswohnungen und ein Teil in Pflegezimmern realisiert werden. «Momentan überarbeitet wir das Raumprogramm», sagt Möckel. Basierend darauf wird ein Architekturwettbewerb durchgeführt. Die Gemeindeversammlung hatte am 5. Dezember 2013 290 000 Franken als Defizitgarantie zugunsten des VAZW bewilligt. Ob es später zu einer Kooperation zwischen den beiden Heimen kommt, lässt Möckel offen: «Wir diskutieren Varianten.» Die Möglichkeit, dass das Heim durch einen Dritten betrieben wird, ist eine Option in der Vereinbarung zwischen Gemeinde und VAZW.

Heimbedarf im Kanton Zürich

Anton Möckel sieht einen Bedarf an Betreuungsplätzen, der über Würenlos hinaus geht: «Im Furttal gibt es kein Pflegezentrum.» Somit werde eine Pflegeeinrichtung in Würenlos auch für die Bewohner der Zürcher Nachbardörfer zur interessanten Alternative. Lediglich in Regensdorf besteht ein kleines Alterszentrum und im entfernteren Dielsdorf ein sehr grosses Alterszentrum.

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