Bellikon
Bettenbelegung über 100 Prozent: Das Coronajahr der Rehaklinik

Die Rehaklinik Bellikon war im letzten Jahr voll ausgelastet. Die Bettenbelegung lag bei 100,1 Prozent. Dazu wurden 12 Prozent mehr Mitarbeitende beschäftigt als im Vorjahr.

Andreas Fretz
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Die Rehaklinik steigerte den Umsatz 2020 um 1,7 Millionen Franken.

Die Rehaklinik steigerte den Umsatz 2020 um 1,7 Millionen Franken.

Phil Muller

Die Rehaklinik Bellikon erwirtschaftete 2020 einen Umsatz von 93 Millionen Franken (2019: 91,3 Mio. Fr.) und beschäftigte per 31. Dezember 2020 insgesamt 682 Mitarbeitende (12 Prozent mehr als im Vorjahr) bei 576 Vollzeitstellen. «Trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen aufgrund der Coronapandemie kann die Rehaklinik 2020 erfreuliche Kennzahlen ausweisen. Bettenbelegung und Betriebsertrag konnten gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden», schreibt das Unternehmen in einer Medienmitteilung. Die Spezialisierung auf die komplexe Unfallrehabilitation sei ein wichtiger Pfeiler des guten Ergebnisses.

Erweiterung des Angebots und des Volumens

Die Klinik verzeichnete im Berichtsjahr mit 100,1 Prozent wiederum eine sehr hohe Bettenbelegung (1,5 Prozent mehr als im Vorjahr). Nebst der Steigerung der Anzahl Pflegetage im stationären Bereich konnte auch die Zahl der ambulanten Patienten gesteigert werden. Weder die Bettenbelegung noch die Stellenzunahme haben ihren Grund in der Pandemie. «Unser Leistungsangebot sowie das Leistungsvolumen haben zugenommen, etwa mit der Entwicklung des Angebots der Tages­rehabilitation. Dementsprechend haben wir mehr Personal benötigt», sagt Burga Martinelli, Leiterin Marketing und Kommunikation.

Die Rehaklinik Bellikon hat eine Bettenauslastung von über 100 Prozent erreicht. Grund ist die Coronapandemie.

Die Rehaklinik Bellikon hat eine Bettenauslastung von über 100 Prozent erreicht. Grund ist die Coronapandemie.

Severin Bigler

Dass die Bettenbelegung über 100 Prozent liegt, hängt mit der Anzahl der durchschnittlich betriebenen Betten zusammen. «Aufgrund der oben erwähnten Angebotserweiterung und der graduellen, vollständigen Inbetriebnahme der Infrastruktur erhöhte sich die Anzahl der während des Jahres betriebenen Betten», so Martinelli.

Erste Phase der Pandemie war grosse Herausforderung

Dennoch spielte auch die Coronapandemie eine grosse Rolle im Geschäftsjahr 2020. Die Klinik schätzt sich glücklich, dass sie sich erfolgreich durch das anspruchsvolle erste Pandemiejahr navigieren konnte. Sie leistete 2020 mit der Aufnahme von Covid-19-Patienten einen Beitrag zur Versorgungssicherheit im Schweizer Gesundheitswesen. Die erste Phase der Pandemie stellte eine besondere Herausforderung dar, da zu diesem Zeitpunkt noch kaum absehbar war, wie sich die Patientenzahlen entwickeln und welche Auswirkungen dies auf den Klinikbetrieb haben würde.

Fast über Nacht wurden Schutzkonzepte auf die Beine gestellt, Isolationsbereiche eingerichtet und Sicherheitsmassnahmen für Patienten und Mitarbeitende getroffen. Naturgemäss haben diese Massnahmen und ihre laufende Anpassung die Mitarbeitenden sämtlicher Bereiche der Klinik gefordert. Die diesbezügliche Bilanz sei aber erfreulich: Die Klinik hat sich als gut vorbereitet erwiesen und es kam kaum zu Einschränkungen bei der Behandlung der Rehabilitationspatienten.