Baden

Belvédère: 40 Wohnungen für den gehobenen Mittelstand

2009 ging das Projekt «Baumhütte» der Zürcher Architekten Robert Azzola und Thomas Durrer als Sieger aus dem Ideenwettbewerb hervor. Zwar wird dieses so nicht verwirklicht, bildet aber die Grundlage des Gestaltungsplans. zvg

2009 ging das Projekt «Baumhütte» der Zürcher Architekten Robert Azzola und Thomas Durrer als Sieger aus dem Ideenwettbewerb hervor. Zwar wird dieses so nicht verwirklicht, bildet aber die Grundlage des Gestaltungsplans. zvg

Die Stadt Baden und die Ortsbürger haben das Baurecht für das Areal auf der Allmend vergeben. Investor ist das Team Wetter Immobilien AG und BEM Architekten AG. Mehrere Gründe haben für das Team gesprochen.

Das Areal Belvédère ist die letzte grosse Baulandreserve der öffentlichen Hand in Zentrumsnähe. Ein Gestaltungsplan sieht den Bau von sieben Gebäuden mit total 40 Wohnungen vor. Besitzer der Landparzelle sind die Ortsbürger, die das Land im Baurecht an einen Investor abgeben werden. Seit gestern steht nun fest, wer dieser Investor ist: In der Ausschreibung hat sich das Team Wetter Immobilien AG und BEM Architekten AG durchgesetzt. Der Stadtrat und die Finanzkommission (Fiko) der Ortsbürgergemeinde hätten sich für dieses Team ausgesprochen, heisst es in einer Mitteilung.

Das Sieger-Team hat sich gegen acht andere Angebote durchgesetzt. Sobald der Baurechtsvertrag unterzeichnet ist, wird das Team mit der Projektierung der Überbauung beginnen. Dabei hat es sich an die Vorgaben des Gestaltungsplans zu halten, die unter anderem den Erhalt des ehemaligen Schützenhaus vorsehen. Laut Investorenausschreibung sollen auf dem Areal grosszügige Eigentumswohnungen für Familien des oberen Mittelstands entstehen.

Zur Vergabe habe das Angebot für den Landpreis, die guten Referenzprojekte, ein gutes Qualitätsmanagementkonzept und eine klare Vorstellung von der Entwicklung des Areals geführt, sagt Michael Heiserholt, Projektleiter bei der städtischen Abteilung Entwicklungsplanung.

Konkreter äussert sich Stefan Bräm, Fiko-Präsident der Ortsbürger. «Alle Angebote waren gut. Und doch haben wir uns einstimmig für das Sieger-Team entschieden.» Dies deshalb, weil man den Eindruck erhalten habe, dass dieses Team die Vorgaben des Gestaltungsplans am besten umsetzen werde. «Und auch der offerierte Baurechtszins war gut», so Bräm. Wobei der finanzielle Aspekt allein nicht ausschlaggebend gewesen sei. «Nein, vielmehr sind wir überzeugt, dass hier eine schöne Sache entsteht», hält Bräm fest. Weder er noch Heiserholt wollten Angaben zum vereinbarten Baurechtszins machen.

«Die Projektierung an dieser sensiblen Lage in Baden reizt uns, ist aber auch sehr anspruchsvoll», sagt Philip Doka, Geschäftsleiter der Wetter Immobilien AG. So sei etwa die Anzahl Wohnungen klar vorgegeben und einzuhalten. «Weil dadurch eher grössere Wohnungen entstehen werden, müssen wir uns ganz genau fragen, welches Zielpublikum wir ansprechen wollen.»

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