Nun ist es so weit: Eine der letzten grossen Baulandreserven in Baden wird bebaut. Gestern fand auf der Allmend der Spatenstich für die Wohnüberbauung Belvédère statt. Dabei entstehen 7 Neubauten mit 37 Wohnungen. Zudem wird das alte Schützenhaus in ein Wohnhaus mit vier Wohnungen umgebaut. Die ersten Bewohner sollen im Januar 2019 einziehen können.

Weil die Belvédère-Parzelle für die Stadt von grosser Bedeutung ist, hatte die Stadt ihr einen Gestaltungsplan auferlegt. Die anwesenden Stadträte um Stadtammann Geri Müller lobten die musterhafte Zusammenarbeit während der Planungsphase mit der Bauherrschaft. Der Gestaltungsplan war sehr detailliert, die Anzahl der Bauten und deren Standort wurde vorgegeben.

«Die genauen Vorgaben erachteten wir als Chance, um eine möglichst hohe Qualität abliefern zu können», sagte Markus Fankhauser von der BEM Architekten AG aus Baden. Er sei auch ein bisschen stolz, dieses Projekt realisieren zu dürfen. Die Belvédère-Gebäude werden später von Naturwiesen und Bäumen umgeben sein.

Bevor allerdings die ersten Blumen auf diesen Wiesen blühen, muss nun als erstes die Einstellhalle, die von allen Gebäuden her zugänglich sein wird, gebaut werden. «Dafür bewegen wir 4000 Lastwagenladungen Erdreich», sagte Fankhauser. Zudem werde das mit Blei belastete Erdreich beim alten Schützenhaus entsorgt.

Wohnungen sind beliebt

Die Firma Immotip AG aus Wettingen ist für den Verkauf der neun Wohnungen verantwortlich. Man sei gut gestartet, sagte Verkaufsleiter Antonio Fato. So seien 32 der insgesamt 37 Wohnungen bereits reserviert. «Einzig bei den Clusterwohnungen stockt der Verkauf.» Dies sind Wohnungen mit zwei bis vier privaten Bereichen, die sich um einen gemeinschaftlichen Koch- und Essbereich gruppieren.

«Die Leute kennen dieses neue Wohnmodell noch nicht so gut», argumentierte Fato. Aber er sei zuversichtlich und fügte an: «Anders ist die Situation beim Schützenhaus. Wir haben bereits eine lange Interessentenliste, obwohl wir erst im April mit dem Verkauf dieser Wohnungen beginnen.»