Kurtheaer Baden

Benefiz-Anlass: ein Promiauflauf zum guten Zweck

Die «Starbugs» veranstalteten ein Feuerwerk im Kurtheater.

Die «Starbugs» veranstalteten ein Feuerwerk im Kurtheater.

Am Benefiz-Anlass zugunsten von kolumbianischen Strassenkindern im Kurtheater traten viele Stars auf: «Wir tun uns selber und anderen etwas Gutes». Der Abend war ein künstlerisches Spektakel und brachte rund 30’000 Franken ein.

«Geniessen und Gutes tun» war das Motto der Benefiz-Show zugunsten von Strassenkindern in Kolumbien. Alle Prominenten, die im Badener Kurtheater auftraten, verzichteten auf Gage und Spesen.

«Crash Boom Bang», machte es im Kurtheater gleich zu Beginn der mit Stars gespickten Show. So heisst nämlich das neue, ziemlich schräge Programm der «Starbugs». Nadeschkin Nadja Sieger führt Regie beim Pantomimen-Trio, das vor dem Badener Publikum Slow-Motion-Tennis und Luftgitarre auf funkensprühenden Besen spielte. Der Baselbieter Liedermacher Fredy Schär besang Geri Müller etwas geschmacksbedürftig als «König von Baden – der mit dem offnen Hosenladen» und münzte bekannte Hits aufs Älterwerden um. Das Publikum kugelte sich vor Lachen bei «Oh mein Pipi» oder «Mit 66 Haaren, da fängt die Glatze an».

Peach Weber, Maja Brunner, Kliby und Caroline: Benefizkonzert im Kurtheater Baden

Peach Weber, Maja Brunner, Kliby und Caroline: Benefizkonzert im Kurtheater Baden

«Wir tun uns selber und anderen etwas Gutes», brachte Moderatorin und Radio SFR-1-Stimme Regi Sager aus Baden den Zweck des Happenings auf den Punkt. Denn der Reinerlös geht vollumfänglich an die Strassenkinder-Organisation «Fundación Laudes Infantis», die in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá Kinder und ihre Familien aus Elendsvierteln unterstützt.

Dabei wird an die Notleidenden nicht einfach so Essen oder Geld abgegeben. Sie werden zu einer Art Tauschhandel aufgefordert. Für ein abgegebenes Brot, hilft beispielsweise derjenige, der es bekommt, das Getreide für das Mehl zu säen. Durch dieses einfache Prinzip haben sich viele Gemeinschaften gebildet und die Lebensqualität ist merklich gestiegen. Geleitet wird das Projekt von der Schweizerin Yvonne Jegge.

Freude und Enttäuschung

Die Wahl des Veranstaltungsortes war für den Fislisbacher Künstlermanager Claus Scherer sofort klar. «Das Kurtheater hat das schönste Ambiente weit und breit.» Auch Bauchredner Kliby wandt dem Badener Kulturbetrieb ein Kränzchen: «Ich habe sämtliche Platten hier aufgenommen, weil die Akustik absolut erstklassig ist.» Sein Eselsmädchen Caroline zeigte sich wie immer rotzfrech und fragte eine stark geschminkte Dame im Publikum: «Isch das Buuremalerei?»

Peter Reber berührte die Zuschauer mit selbstkomponierten Kinderliedern. Und auch das Komikerduo Sutter-Pfändler, Peach Weber, Hackbrett-Virtuose Nicolas Senn und Schlagersängerin Maja Brunner brachten Rosinen aus ihrem Repertoire auf die Bühne. Zu den grossen Highlights des Abends gehörte die A-cappella-Formation A-Live mit einem Weltklasse Beatboxer und ihrer stimmstarken Version von «Purple Rain».

Rund 30›000 Franken seien vermutlich am Badener Benefiz-Anlass für Kolumbien zusammengekommen, schätzt Claus Scherer. Seine Freude darüber mischt sich mit Enttäuschung: «Das Kurtheater ist uns mit den Kosten für Miete und Technik in Anbetracht der guten Sache um keinen Franken entgegengekommen.»

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