Ennetbaden
Bereits sind 122 Kinder angemeldet

Der Verein Tagesstrukturen Ennetbaden ist in sein neues Zuhause gezogen. Der Bau kostete 2,5 Millionen Franken und bietet viel Platz - «Ganz ausgebucht sind wior nicht», heisst es.

samuel weissman
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Architekten, Spielgruppenleiterinnen, Gemeinderat, Präsidentin des Vereins Tagesstrukturen. Von links: Raphael Howald, Käthi Lüthi Mülli, Judith Zierer, Rolf Meier, Martin Leder, Kathrin Winter, Beni Pauli-Marti und Daniela Hirzel. saw

Architekten, Spielgruppenleiterinnen, Gemeinderat, Präsidentin des Vereins Tagesstrukturen. Von links: Raphael Howald, Käthi Lüthi Mülli, Judith Zierer, Rolf Meier, Martin Leder, Kathrin Winter, Beni Pauli-Marti und Daniela Hirzel. saw

Ungenügend, abgebrochen, neu gebaut. «Der alte Pavillon war längst nicht auf dem gleichen Standard wie der Neubau», sagt Gemeinderat Beni Pauli zur Tagesstätte in Ennetbaden. Projekt «Raupe Nimmersatt» nannten es die Architekten Rolf Meier und Martin Leder aus Baden, als es 2008 dafür ausgewählt wurde, das alte Gebäude zu ersetzen. Und wahrlich macht der längliche Bau mit den auf- und absteigenden Dächern den Anschein einer Raupe. Ob das «Nimmersatt» eine Anspielung darauf ist, dass das Haus täglich Dutzende Kinder verschlingt?

Mittagstisch ist am besten besucht

«Zurzeit sind 122 Kinder angemeldet», sagt Daniela Hirzel, Präsidentin des Vereins Tagesstrukturen Ennetbaden. «Ganz ausgebucht sind wir nicht.» Die Tagesstruktur bietet 30 Betreuungsplätze für Kinder ab Kindergartenalter bis Oberstufenalter. «Die Tagesstruktur kann in vier Modulen besucht werden», sagt Hirzel. Am Morgen die Frühbetreuung, Betreuung am Vormittag, nur Mittagstisch oder Betreuung am Nachmittag mit Mittagstisch. Am besten besucht sei der Mittagstisch.

Einen Mittagstisch gab es in Ennetbaden, laut Hirzel, schon vor über zehn Jahren. 2005 wurde der Verein Mittagstisch in den Verein Tagesstrukturen umgewandelt. Damals war er im alten Pavillon an der Geissbergstrasse 2 bei der katholischen Kirche. 2010 wurde der Pavillon abgebrochen und mit dem Bau der neuen Tagesstätte begonnen.

Seit dem 10. Januar in Betrieb

«Der Neubau kostete 2,5 Millionen Franken», sagt Pauli. Die Kosten seien im Rahmen des Voranschlages geblieben. Seit dem 10. Januar, passend zum Schulanfang, ist das Gebäude wieder in Betrieb. «Ich finde es schön, dass wir jetzt diesen Neubau haben», sagt Hirzel. «Wir haben mehr Platz und eine moderne Küche. Es ist wie ein Neustart.» Pauli findet, «es ist sehr gut zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Tagesstrukturen». Der hintere Barackenteil wurde mittlerweile auch abgerissen. «Dort wird ein Spielplatz entstehen.»

Dank dem grösseren Platzangebot hat sich auch die Spielgruppe in der «Raupe Nimmersatt» einnisten können. «So lernen uns die kleineren Kinder bereits kennen», sagt Hirzel, «und viele kommen dann nach dem Übertritt in den Kindergarten auch zu uns.»