Steuern

Bergdietiker versteuern am meisten, Rümiker am wenigsten

Die Steuerstatistik zeigt grosse Unterschiede in den Bezirken Baden und Zurzach.

Die Steuerstatistik zeigt grosse Unterschiede in den Bezirken Baden und Zurzach.

Die Steuerstatistik 2011 offenbart grosse Unterschiede in den Bezirken Baden und Zurzach.

2011 hatte ein Aargauer im Schnitt ein Reineinkommen (Nettoeinkommen minus Abzüge) von 66 309 Franken. Wobei die Unterschiede gross sind. So wiesen knapp die Hälfte der Steuerpflichtigen nur ein steuerbares Einkommen von unter 50 000 Franken auf, während bei 14 Prozent der Steuerpflichtigen das steuerbare Einkommen bei über 100 000 Franken lag.

Grosse Unterschiede offenbaren sich auch innerhalb der einzelnen Gemeinden der Bezirke Baden und Zurzach. Im Bezirk Baden betrug das durchschnittliche Reineinkommen 70 800 Franken. Diesem Durchschnitt am nächsten kam die Gemeinde Wohlenschwil mit einem Reineinkommen von durchschnittlich 70 100 Franken. Ansonsten war die Spannweite innerhalb des Bezirks doch ziemlich gross. In Bergdietikon war das Reineinkommen mit 100 900 Franken am grössten, in Neuenhof mit 53 800 Franken am tiefsten. Dies widerspiegelt sich auch in der linken Grafik wieder, wonach ein Bergdietiker im Schnitt über 4400 Franken einfache Kantonssteuer zahlte, während es in Neuenhof weniger als 3200 Franken waren.

Im Bezirk Zurzach lag das durchschnittliche Reineinkommen rund 8000 Franken tiefer als im Bezirk Baden – nämlich bei 62 400 Franken. Das höchste Reineinkommen verzeichnete Schneisingen mit 71 500 Franken, das tiefste lag in der Gemeinde Rümikon mit 50 800 Franken.

Baden liefert mehr als die Hälfte

Auch bei den juristischen Personen (Kapitalgesellschaften und Genossenschaften) tun sich Unterschiede auf. Im Bezirk Baden resultierte ein Steuerertrag von 62,5 Mio. Franken. Mehr als die Hälfte davon (36,6 Mio.) ging dabei in Baden ein. Am wenigsten Kapital- und Gewinnsteuer resultierte in Freienwil mit gerade einmal 17 000 Franken.

Im Bezirk Zurzach lag der Steuerertrag bei knapp 11 Mio. Franken. Mit knapp 6 Mio. schwang die Gemeinde Döttingen obenauf. Schlusslicht bei den Gewinn- und Kapitalsteuern bildete die Gemeinde Böbikon mit etwas mehr als 4000 Franken.

Spreitenbach: Firmen zahlen viel

Interessanter als die absoluten Zahlen ist aber der Wert, wie viel Gewinn- und Kapitalsteuer die Firmen pro Einwohner im Jahr 2011 zahlten (rechte Grafik). Bei dieser Statistik schneidet unter anderem die Gemeinde Spreitenbach auch gut ab, weil dort 2011 rund 6 Millionen Franken Gewinn- und Kapitalsteuern angefallen sind. Interessant auch, das zum Beispiel in der Gemeinde Untersiggenthal (ABB) mit rund 3 Millionen Franken Firmensteuer fast gleich viel Steuerertrag resultierte wie in der viel grösseren Gemeinde Wettingen. Und die noch kleinere Gemeinde Mägenwil wies immer noch den stolzen Wert von 1,3 Millionen Franken aus.

Meistgesehen

Artboard 1