Bergdietikon
Kiss-and-Ride-Zone: Neue Parkplätze sollen das Elterntaxi-Problem lösen

Die kürzlich fertiggestellten 42 Parkplätze beim Bergdietiker Schlittental gelten als sogenannte Kiss-and-Ride-Zone.

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Erst das Küssli, dann das Tschüssli: Diese Tafel zeugt von der "Kiss & Ride"-Zone.

Erst das Küssli, dann das Tschüssli: Diese Tafel zeugt von der "Kiss & Ride"-Zone.

zvg

Im Herbst will die Gemeinde Bergdietikon ihre neue Turnhalle einweihen. Vom 17. bis 19. September soll ein fulminantes Dorffest steigen. Die Bauarbeiten laufen zurzeit noch. Bereits fertig sind allerdings die 42 neuen Parkplätze auf der gemeindeeigenen Parzelle im Schlittental unterhalb des Friedhofs, also ein paar Minuten Fussweg von der Schulanlage entfernt.

Offiziell in Betrieb genommen wurden die Parkplätze letzte Woche, nachdem die Bau- und Umgebungsarbeiten abgeschlossen wurden. Dies teilte die Gemeinde Bergdietikon kürzlich mit. Im Schlittental wurden die neuen Parkplätze gebaut, weil direkt bei der Schulanlage nicht die nötige Anzahl Pflichtparkplätze für die neue Turn­halle realisiert werden konnte. Die Anzahl wird vorgegeben durch die Norm des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute. Fach­leuten ist sie bekannt als VSS-Norm.

Der neue Parkplatz soll einerseits die angespannte Parkplatzsituation um das Schulhaus und die Gemeindeverwaltung entlasten. Andererseits soll der Parkplatz auch genügend Parkplätze für grössere Veranstaltungen in den Schulliegenschaften zur Verfügung stellen.

Gemeinde will «gefährliche Situationen» verhindern

Der neue Parkplatz wurde als sogenannte Kiss-and-Ride-Zone gekennzeichnet. Er soll den ­Eltern zur Verfügung stehen, welche Kinder zur Schule fahren müssen. «So können die heute teilweise gefährlichen Rangier- und Verkehrssituationen um das Schulhaus und im nahen Umfeld der Kinder verringert werden», heisst es in der Mitteilung der Gemeinde. Dies trage auch zu einer weiteren Erhöhung der Schulweg­sicherheit im Bereich der Schulliegenschaften bei.

Die Gemeinde weist zudem darauf hin, dass der Weg zur Schule und zum Kinder­garten «ein wichtiges Stück ­Lebensweg» und «für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder von grosser Bedeutung» sei. Der neue Parkplatz er­mögliche es, dass die Eltern zwar ihre Kinder in die Nähe der Schule bringen, die Kinder aber trotzdem eine Möglichkeit haben, einen Schulweg unter ihre Füsse zu nehmen. «Zudem ist der Schulweg vom Parkplatz Schlittental bis zu den Schul­liegenschaften sicher, da die Kinder zu keinem Zeitpunkt eine Strassenquerung vor­nehmen müssen», hält die ­Gemeinde in ihrer Mitteilung weiter fest.

Der Parkplatz wurde mit einer Parkzeitbeschränkung von sechs Stunden versehen. Damit soll verhindert werden, dass Fahrzeuge unberechtigt über mehrere Tage abgestellt ­werden. (az)

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