Neuenhof

Berndeutsch sorgt bei den Darstellern für amüsante Versprecher

Es ist eine der letzten Proben vor der Premiere am Samstag: Regisseur Martin Uebelhart und seine Assistentin Susanne Hulliger arbeiten mit den acht Darstellern des Vereins «Schnägge-Bühne» am Feinschliff.

Während auf der Bühne die Laienschauspieler ihre Rolle leidenschaftlich darstellen, notieren Regisseur Martin Uebelhart und seine Assistentin Susanne Hulliger akribisch genau, was es noch zu verbessern gibt.

Amüsante Versprecher

Ein solches Theaterprojekt verlangt viel Vorbereitung. «Im Sommer beginnen wir jeweils mit der Anfrage an die Darsteller. Wenn das Ensemble steht, macht sich unsere Spielkommission an die Stückauswahl», sagt Uebelhart. Anders also als beim Profi-Theater, wo das Stück die Schauspieler bestimmt. «Wenn wir uns für ein Stück entschieden haben, stellt der Verlag das Stück normalerweise in einer schweizerdeutschen Übersetzung zur Verfügung.»

Erst dann können wir mit den Leseproben anfangen. Diese seien oft amüsant: «Das aktuelle Stück ‹D’Stepphüehner› ist auf Berndeutsch übersetzt worden. Unsere Laiendarsteller stammen aber aus verschiedenen Regionen, was oft zu witzigen Versprechern führt.» Neben diesen lustigen Theateranekdoten heisst es aber auch, den Sprechtext auswendig zu lernen: «Fast 100 Stunden braucht ein Darsteller, bis er seinen Text intus hat.» Diesen muss der Schauspieler absolut beherrschen.

«D'Stepphüehner»: Probenbesuch bei der «Schnägge-Bühne» in Neuenhof.

«D'Stepphüehner»: Probenbesuch bei der «Schnägge-Bühne» in Neuenhof.

Bei der «Schnägge-Bühne» gibt es, wie bei vielen Laientheatern, keinen Souffleur. «Vergisst ein Darsteller dennoch eine Textpassage, müssen die anderen Kollegen mit einem spontan angepassten Einsatz nachhelfen.» Auch die fehlende Zweitbesetzung kann schnell zum Improvisieren führen, weiss Uebelhart: «Vor einigen Jahren musste unsere Regieassistenz eine erkrankte Darstellerin ersetzen. Aus Zeitgründen musste der Text jedoch ab Blatt gelesen werden.»

Der Augenschein bei der Probe zeigt jedoch: Alle beherrschen ihre Rollen wie im Schlaf. In einer Pause korrigiert Uebelhart zwar die Darsteller mit seinen Beobachtungen, doch dies ist eben nur noch Feinschliff.

Premiere am 7. März, 20 Uhr, Pfarreisaal Neuenhof. Weitere Aufführungen: 14./15./21./22. März.

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