Blaulicht
Bewohnerin überrascht Einbrecher und schliesst sich dann im Schlafzimmer ein

Am Donnerstagmittag drangen Einbrecher in ein Einfamilienhaus ein und wurden dabei von der Bewohnerin überrascht. Die Polizei versuchte das Fluchtauto mit einem Schuss in den Reifen zu stoppen. Zurzeit häufen sich im Aargau Einbruchsdiebstähle.

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Das Einbrechertrio hatte eine Scheibe eingeschlagen – der Lärm alarmierte die Hausbewohnerin. (Symbolbild) ZVG

Das Einbrechertrio hatte eine Scheibe eingeschlagen – der Lärm alarmierte die Hausbewohnerin. (Symbolbild) ZVG

Die Bewohnerin eines Einfamilienhauses an der Burghaldenstrasse in Baden hörte am Donnerstag, 31. Januar 2013, um 11.50 Uhr Scheiben klirren. Sie schaute nach und musste erkennen, dass Einbrecher im Haus waren. Vor Schreck schloss sie sich im Schlafzimmer ein und alarmierte die Polizei. Sofort rückten etliche Patrouillen von Kantonspolizei und Stadtpolizei Baden aus. Dies teilt die Kantonspolizei in ihrem Communiqué mit. Innert Minutenfrist sei die erste Patrouille vor Ort gewesen.

Als sich das Einbrechertrio ertappt sah, verliess es das Haus und flüchtete zu Fuss. Die Polizisten verloren es kurz aus den Augen, sahen dann aber beim nahen Bezirksschulhaus, wie die Einbrecher mit einem silberfarbenen Peugeot losfuhren.

Einer der Polizisten wollte das Auto anhalten. Dessen Fahrer missachtete jedoch das Haltezeichen und fuhr mit unverminderter Geschwindigkeit auf den Polizisten zu, worauf der dieser zur Seite stand und mit seiner Dienstwaffe einen gezielten Schuss auf den Reifen abgab.

Die Kugel verfehlte aber offenbar ihre Wirkung. Augenzeugen sahen noch, wie das Auto mit halsbrecherischer Fahrweise in Richtung Autobahnanschluss Dättwil flüchtete. Trotz grösserer Fahndung konnten die Einbrecher nicht mehr gefasst werden.

Inzwischen steht fest, dass die Einbrecher beim Einfamilienhaus eine massive Glasschiebetüre eingeschlagen hatten. Nach ersten Erkenntnissen hatten sie allerdings keine Beute gemacht. Beim Fluchtfahrzeug handelt es sich um einen silbergrauen Peugeot 406 mit französischen Kontrollschildern. Die Kantonspolizei in Baden (Telefon 056 200 11 11) sucht Augenzeugen, denen das Auto aufgefallen ist. Insbesondere bittet die Kantonspolizei einen Fahrlehrer, sich zu melden. Dieser war auf der Mellingerstrasse hinter dem Peugeot gefahren und hatte eine entgegenkommende Polizeipatrouille noch mit der Lichthupe gewarnt. Zur Klärung der Umstände des polizeilichen Schusswaffeneinsatzes hat die Staatsanwaltschaft eine Strafuntersuchung eröffnet.

Weitere Einbrüche im Kanton

Gestern während des Tages und am frühen Abend wurden der Kantonspolizei weitere vier

Einbruchdiebstähle in Einfamilienhäuser gemeldet. Die Tatorte befanden sich in Meisterschwanden, Wallbach, Bergdietikon und Nussbaumen. Ob und welche Zusammenhänge vorliegen, muss die Kantonspolizei noch prüfen.

Wie die Kantonspolizei Aargau mitteilt, werde im Moment eine hohe Zahl von Einbruchdiebstählen im Wohnbereich bekannt. Aufgrund der Tatumstände dürfte es sich bei der Täterschaft mehrheitlich um sogenannte «Kriminaltouristen» handeln. Die Kantonspolizei mahnt zu erhöhter Wachsamkeit. Verdächtige Personen und Fahrzeuge in Wohnquartieren sollten umgehend der Polizei gemeldet werden (Notruf 117).