Baden/Wettingen
Bibliotheken sollen enger kooperieren

In ihren Postulaten fordern die beiden SP-Ortsparteien, dass die Bibliotheken von Baden und Wettingen intensiver zusammenarbeiten sollen.

Roman Huber
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Stöbern in der Stadtbibliothek Baden. Archiv/Alexander Niedrist

Stöbern in der Stadtbibliothek Baden. Archiv/Alexander Niedrist

Alexander Niedrist

Die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit zwischen Baden und Wettingen soll intensiviert werden und Vorzeigecharakter bekommen. Zwar funktioniert sie bereits in verschiedenen Bereichen, dies auch zwischen den Bibliotheken. Doch die SP-Fraktionen der beiden Gemeinden sehen darin noch Entwicklungspotenzial.

In beiden Einwohnerräten haben die SP-Fraktionen ein Postulat eingereicht, das den Stadtrat in Baden beziehungsweise den Gemeinderat von Wettingen dazu auffordert, die Grundlagen für eine intensivere Zusammenarbeit ihrer Bibliotheken zu schaffen. Dabei werden die Exekutiven gebeten, ein verbindliches Projekt zu erstellen, auf dessen Basis die technischen und die organisatorischen Grundlagen dazu konzipiert werden sollen.

Ziel ist es dabei, Synergien zu gewinnen und zu nutzen. Damit verbundene Massnahmen seien darum auf ihr Potenzial zu prüfen, wie weit die Dienstleistungen verbessert und durch den Synergiegewinn auch die Kosten optimiert werden können. Mittel- bis langfristig soll dadurch eine sehr enge Zusammenarbeit der beiden Institutionen ermöglicht werden, schreiben Martin Groves (SP Baden) und Christian Oberholzer (SP Wettingen) Namens ihrer Fraktionen. Die Gemeinden stünden heute und in Zukunft vor grossen regionalen und finanziellen Herausforderungen, führen sie in ihrem Vorstoss auf. Darum sei zwingend notwendig, frühzeitig die Weichen für eine noch bessere Zusammenarbeit zu stellen.

Mit Option Zusammenführen

Aus Sicht der Postulanten sind verschiedene Handlungsfelder prüfenswert. Es könnten identische Informatik- und Verleihsysteme beschafft und betrieben werden mit der Option, diese in Zukunft mit überschaubarem Aufwand zusammenzuführen. Rund um das Verleihsystem könnten die Prozesse harmonisiert, in einem weiteren Schritte sogar die Beschaffung wie auch die Katalogisierung der Medien zentralisiert werden.

Für die Benutzerinnen und Benutzer wäre ein Kombi-Abonnement ein Attraktivitätsgewinn und soll darum ebenfalls geprüft werden. Eine intensivere Zusammenarbeit dränge sich ausserdem beim Planen und Organisieren von Veranstaltungsreihen und -aktivitäten auf. In einem weiteren Schritt wird zudem vorgeschlagen, dass die beiden Bibliotheken organisatorisch zusammengeführt würden.