Baden
Bier-Sportler erobern das Nordportal Baden

Beerpong wird immer beliebter – und professioneller. Das grösste Liga-Turnier im «Beerpong» lockte 78 Teams ins Nordportal.

Tim Honegger (Text und Fotos)
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Das Trinkspiel wird immer mehr professionalisiert - mittlerweile gibt es auch eine Schweizermeisterschaft darin
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Konzentration und Geschicklichkeit sind beim Beerpong gefragt
Konzentration ist das A und O beim Beerpong - manchen soll das Bier auch hier helfen
Trifft er oder trifft er nicht - das ist hier die Frage
Beerpong Open in Baden
Rund 20 Prozent aller Teilnehmer am Beerpong Open sind Frauen
Es gibt verschiedenste Wurftechniken beim Beerpong - jeder hat seinen eigenen Stil
Ein kleines Mätzchen zwischendurch hilft, den Gegner abzulenken
Das Bier steht bereit, jetzt fehlen nur noch die Spieler
Ein bisschen Physik hilft, die Wurfbahn des Balls zu berechnen
Die roten Beerpong-Becher haben mittlerweile Kult-Status erreicht

Das Trinkspiel wird immer mehr professionalisiert - mittlerweile gibt es auch eine Schweizermeisterschaft darin

ho

Drei Uhr nachmittags: Im Nordportal geht bereits die Post ab. Partymusik dröhnt aus den Boxen, das Bier fliesst in Strömen. Grund für das Fest ist das Turnier Beerpong Open. 78 Teams massen sich am Samstag in der Sportart, die aus einem Trinkspiel entstanden ist – und es im Kern geblieben ist.

Beim Beerpong geht es darum, einen Tischtennis-Ball von der einen Tischseite aus in die Becher der Gegner zu werfen. Theoretisch müssen diese das Bier dann trinken – bei Turnieren besteht aber kein Trinkzwang.

So simpel das Spiel ist, so populär ist es: «Unsere Beerpong-Turniere verzeichnen immer mehr Teilnehmer», sagt Organisator Maik Strassl. Viele würden das Trinkspiel von Partys kennen und es nehme sie wunder, wie das in Turnierform aussieht.

Und so pilgerten Teilnehmer aus der Romandie, dem Tessin – ja selbst vom umliegenden Ausland – nach Baden. Das grösste Liga-Turnier im Beerpong wollten sie nicht verpassen.

Im Grunde ist Beerpong eine paradoxe Sportart: Einerseits wollen die Spieler gewinnen, andererseits steigt mit jedem Spiel der Alkoholpegel. Die Lösung: «Gegen Ende des Turniers trinke ich nur noch Wasser», verriet Beni aus dem Freiamt.

Dennoch nimmt die Qualität der Spiele mit der Zeit ab; damit ist Beerpong wohl die einzige Sportart, bei der die Finalspiele die schlechtesten sind. Das störte aber niemanden. «Wer am Beerpong Open teilnimmt, will gewinnen. Niemand kommt ans Turnier, nur um sich abzuschiessen», so Strassl.