Stadtfest Baden

Big-Brother-Feeling am Fusse der Ruine Stein

Im Zentrum des Stadtfestes Baden im Sommer 2012 werden das Schloss Stein, der Theater- und der Schlossbergplatz stehen. Dort gibt es Container, wo Gruppen oder Einzelpersonen einziehen können.

Ein singender Plüschhund begrüsste die zahlreichen Gäste im Badener Kurtheater zum ersten Informationsanlass über das Stadtfest Baden 2012. Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte ein – etwas zu spät zündendes – Feuerwerk auf der Theaterbühne. Die Information endete, wie sie begonnen hatte: kitschig, originell – ja etwas durchgedreht.

Genau so soll sich das Stadtfest Baden unter dem Motto «Geschichten Schichten» im Sommer 2012 präsentieren. «Die gute Nachricht voraus», so Marc Périllard, Co-Präsident des Vereins Stadtfest Baden: «Wir haben von der Stadt die Bewilligung für das Fest vom 17. bis 26. August 2012 erhalten; und zwar mit den gleichen Öffnungszeiten wie an der letzten Badenfahrt im Jahre 2007.»

Jedes Ressort ist doppelt besetzt

Warum ein Stadtfest 2012? «Bis zur nächsten Badenfahrt 2017 dauert es einfach zu lange; die Badener wollen nicht so lange auf das nächste Fest warten», so die Begründung Périllards. Das sehr gut gefüllte Kurtheater gab ihm recht. Es war nicht zu übersehen, dass Baden förmlich nach dem nächsten Fest lechzt.

Eigens für das Stadtfest hat sich ein Fest-OK formiert, das sich aus Badenfahrt-Erprobten, aber auch aus neuen Namen zusammensetzt. Périllard: «Man kann uns als eine professionelle Milizorganisation bezeichnen.» Co-Präsident Adi Hirzel ergänzt: «Wir haben bewusst jedes Ressort doppelt besetzt, um im Hinblick auf die nächste Badenfahrt den Wissenstransfer zu gewährleisten.»

Den Badener Geist bereits bestens verinnerlicht hat die Lenzburger Festgestalterin Eliane Zraggen, wie ihre eindrückliche Präsentation im Theatersaal bewies. Ähnlich wie bei einer Badenfahrt gliedert sich das Stadtfest in verschiedene Festgebiete mit jeweils eigenem Motto.

Open-Air-Bar bei der Niklauskapelle

Eines dieser Gebiete ist der Schlossbergplatz. Unter dem Motto «Stadtgeschichten – dicht schichten!» werden 30 Container zu einem bunten Mikrokosmos aufgetürmt und ineinander verschachtelt. «Das OK stellt die Container – gegen Miete – kleineren Gruppen oder Individualisten zur Verfügung», erklärt Zraggen. Gestaltung und Innenausbau seien den Mietern überlassen. «Es sollen stimmungsvolle und überraschende Zimmer entstehen.» Für den Schlossbergplatz gebe es eine Sonderausschreibung.

Gleiches gilt für den Theaterplatz und das Schloss Stein. Auf Ersterem («Geschichten Dichten – applaudieren!») ist ein zweistöckiger Festbau mit 4 Restaurants und 1 Theaterbühne geplant. Das Schloss («Andere Sichten – aussichten!» wird das Zentrum des Stadtfestes. Der Aufstieg erfolgt über ein auffälliges Tor am unteren Ende der Niklausstiege. «Die Besucher werden für den Aufstieg belohnt», verspricht Zraggen.

Geplant sind eine Open-Air-Bar bei der Niklauskapelle, ein spektakulärer Standplatz auf der Schanze Richtung Süden und eine Festwirtschaft auf dem Pumphaus.

Grosse Konzertbühne im Graben

Weitere Festgebiete sind: Der Flussraum («Erzählfluss», eher ruhig), der Bahnhofplatz/Badstrasse («Fröhliche Wissenschaften», es wird experimentiert), der Kirchenplatz («Winkel Witz & wirre Wände»), der Cordulaplatz («Wechselspiele») und die Halde («Verworfene Geschichten»).

In der Halde und im Graben wird sich das Nachtleben abspielen. Unter der Hochbrücke befindet sich die grosse Konzertbühne, wo rund 30 Konzerte geplant sind. Tagsüber wird der Graben dank zahlreichen Angeboten aber auch Treffpunkt für Kinder und Jugendliche sein.

In der abschliessenden Fragerunde erfuhren die Anwesenden Wichtiges wie: Auch Quartiervereine müssen sich für einen Beizenstandort bewerben (siehe links). Und der Umzug entfällt. In Anbetracht der sonstigen Teilnahmepflicht war da und dort ein Aufatmen zu vernehmen.

Bei Weisswurst und Bier – offeriert von Metzgerei und Brauerei Müller – wurden im Foyer Ideen ausgetauscht und Pläne geschmiedet. Da war er wieder, der berühmte Badener Geist.

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