Angesichts der Bedrohungslage während des Zweiten Weltkrieges und des Kalten Krieges hat die Armee in der Schweiz zahllose Kampf- und Führungsbauten errichten lassen - auch im Bezirk Baden. Heute werden die meisten dieser Anlagen nicht mehr benötigt. Das Militär veräussert sie deshalb an interessierte Kreise.

Nun hat auch Birmenstorf zugeschlagen. Die Gemeinderat hat sich mit der Armasuisse, die innerhalb des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) für die Immobilienbewirtschaftung zuständig ist, über den Kauf von insgesamt sieben Objekten geeinigt.

In gutem Zustand

Gemäss Gemeindeschreiber Stefan Krucker handelt es sich dabei um kleinere Bunker, aber auch um Panzersperren. Bei der Auswahl stand dem Gemeinderat der Birmenstorfer Dorfhistoriker Max Rudolf beratend zur Seite. Ausschlaggebend war offenbar auch, ob sich die Anlagen in einem guten Zustand befinden.

Die Gemeinde will die Bunker nun mit dem Entstehungsjahr und dem einstigen Verwendungszweck  beschriften. Sie ist zudem für den Unterhalt der Anlagen zuständig. Geplant sei auch, die Objekte der Bevölkerung in unregelmässigen Abständen in einem Rundgang zugänglich zu machen, sagt Krucker, der allerdings mit keinem grossen Besucheransturm rechnet.

Besonders belastend für das Budget der Gemeinde war der Erwerb der sieben Anlagen indessen nicht. Die Gemeinde bezahlt der Armasuisse dafür lediglich einen symbolischen Kaufpreis, wie Krucker sagt. «Der Betrag bewegt sich zwischen 10 und 400 Franken für alle Objekte.» (bau)