Wettingen
Bis 2017 ist die Schule in Wettingen eine Baustelle

«Bis 2017 müssen in Wettingen etwa 250 Kinder mehr als heute unterrichtet werden», stellt Schulpflegepräsident Thomas Sigrist fest. Für die dannzumal rund 2450 Schüler sind weitere Schulzimmer nötig, was die Gemeinde rund 30 Millionen Franken kostet.

Dieter Minder
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Schulpflegepräsident Thomas Sigrist erläutert die Schulstandorte.

Schulpflegepräsident Thomas Sigrist erläutert die Schulstandorte.

DM

Auch der vom Stimmvolk beschlossene Wechsel, von 5 Jahren Unter- und Mittelstufe sowie 4 Jahren Oberstufe (5/4) auf 6 Jahre Unter- und Mittelstufe sowie 3 Jahre Oberstufe 3 Jahre (6/3) ist nur mit einigen Neubauten zu bewältigen. Schulpflege, Schulleiter und Gemeinde haben einen umfangreichen Bau- und Zügelplan erstellt, um die neuen Anforderungen zu erfüllen.

Dezentrale Schulen für die Kleinen

«Wir wollen eine attraktive, dynamische und zukunftsorientierte Schule mit breiten Bildungsangebot sein», sagt Schulpflegepräsident Sigrist dazu. Attraktiv heisst für die kleinsten Kinder auch kurze, möglichst ungefährliche Schulwege. Deshalb hält die Schulpflege an den dezentralen Kindergärten fest. Wegen der Bevölkerungszunahme plant sie je einen Doppelkindergarten beim Friedhofschulhäuschen und im Langäcker. Vom Schuljahr 2014/2015 an werden die Kinder der 1. bis 4. Klasse in den Schulhäusern Altenburg, Dorf und Margeläcker unterrichtet. Für die 5. und 6. Klasse ist das neue Schulhaus Zehntenhof vorgesehen. «Bis dieses gebaut ist, werden einzelne Klassen im Bezirksschulhaus und im Sekundarschulhaus Margeläcker unterrichtet.» Entlastungen dürfte es dort geben, weil durch die Umstellung auf 6/3 weniger Oberstufenschüler aus Neuenhof und Würenlos erwartet werden. Nachdem 2016 das neue Schulhaus Zehntenhof bezogen werden kann, sind im Margeläcker weitere Bauten nötig. Die Oberstufe wird in der Bezirksschule und im Schulhaus Margeläcker konzentriert. Damit wird eine neue Dreifachturnhalle nötig. Sie könnte unterirdisch, im Bereich des roten Platzes erstellt werden.» Im Zuge der Neuerungen soll das Friedhofschulhäuschen als Standort für Kleinklassen aufgegeben werden.

Kreditanträge im September

«Die ersten Baukredite werden wir dem Einwohnerrat im September unterbreiten», sagt Vizeammann Heiner Studer. In Arbeit sind momentan die Projekte Doppelkindergarten Langäcker und Aufstockung Schulhäuser Margeläcker. Von der Höhe der Baukredite hängt ab, ob Volksabstimmungen nötig sind. «Die Grenze liegt bei 4 Millionen Franken», sagt Studer. Erst wenn der zusätzliche Schulraum im Margeläcker bereit steht, kann das Schulhaus Zehntenhof abgebrochen werden. «Damit es 2016 fertig ist, muss spätestens im Herbst 2013 die Volksabstimmung durchgeführt werden.» Über einen Doppelkindergarten beim Friedhofschulhäuschen soll später entschieden werden. «Er ist als Ersatz für die Kindergärten im Gluri Suter Huus vorgesehen», sagt Studer.

«Bis im Herbst müssen wir auch die Situation für die Lehrpersonen klären», sagt Sigrist. Die Umstellung auf 6/3 hat zur Folge, dass an den Oberstufen weniger Lehrkräfte nötig sind. Sigrist ist zuversichtlich, dass Lösungen gefunden werden: «Wir arbeiten auch hier eng mit den Schulleitern zusammen.»

Von der Planung nicht betroffen ist die Heilpädagogische Schule (HPS). «Gebaut wurde sie für 87 Kinder, jetzt werden über 120 unterrichtet.» Nun zeichnet sich eine kantonale Lösung ab. Der Kanton prüft, ob im Schulhaus Othmarsingen eine neue HPS eingerichtet werden könnte. Das Schulhaus wird nach der Umstellung auf 6/3 nicht mehr benötigt.

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