Ehrendingen
Bischof Felix Gmür hat den neuen Pastoralraum eingeweiht

Vier Pfarreien haben sich zum neuen Pastoralraum Surbtal-Würenlingen zusammengeschlossen - am Wochenende fand zur Feier ein Festgottesdienst statt.

Louis Probst
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Festgottesdienst zur Einweihung des neuen Pastoralraums Surbtal-Würenlingen mit Bischof Felix Gmür
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Die Kirchenchöre des Pastoralraums begleiteten den Festgottesdienst musikalisch. Einweihung Pastoralraum Ehrendingen
Felix Gmür setzt Pfarrer Gregor Domanski als Pastoralraumleiter ein. Einweihung Pastoralraum Ehrendingen
Der Bischof in der katholischen Kirche in Ehrendingen Einweihung Pastoralraum Ehrendingen
Gmür wurde 2011 zum Bischof geweiht. Einweihung Pastoralraum Ehrendingen

Festgottesdienst zur Einweihung des neuen Pastoralraums Surbtal-Würenlingen mit Bischof Felix Gmür

Louis Probst

«Der Pastoralraum schenkt Weite», gab Bischof Felix Gmür am Festgottesdienst zur Einweihung des Pastoralraumes Surbtal-Würenlingen zu bedenken. «Es gibt im Pastoralraum immer noch eine Kirche, einen Kirchturm, ein Dorf. Aber es gibt auch ein Zusammenleben, das darüber hinausreicht. Ich wünsche mir in diesem Prozess viel Hoffnung, Kraft und Liebe.»
Ins Zentrum seiner Ansprache in der Kirche zu Sankt Blasius in Ehrendingen – der von den Kirchenchören des Pastoralraumes und einer Bläsergruppe begleitet wurde – stellte Bischof Felix Gmür die Frage nach dem Kern des Glaubens; einer grossen Herausforderung, wie er feststellte.
Kraft seines Amtes erklärte er den Pastoralraum Surbtal-Würenlingen als errichtet und setzte Pfarrer Gregor Domanski (Lengnau) als Leiter ein. Bischof Felix Gmür dankte den Präsidenten der beteiligten Kirchenräte. Dabei stellte er fest: «Nur dank ihnen sind wir da, wo wir heute sind.»
Mit dem Akt der offiziellen Errichtung des Pastoralraumes, so der Bischof, verhalte es sich übrigens zeitlich umgekehrt proportional zu den Vorbereitungsarbeiten. Einen Eindruck vom Umfang dieser Arbeiten vermittelt das rund 40 Seiten umfassende Konzeptpapier für den Pastoralraum Surbtal-Würenlingen.

Fünf Gemeinden, 7500 Menschen

Der neue Pastoralraum umfasst die Pfarreien Lengnau-Freienwil, Unterendingen, Würenlingen und Ehrendingen mit derzeit insgesamt rund 7500 Pfarreiangehörigen. Er ersetzt den bisherigen Seelsorgeverband der Pfarreien Lengnau-Freienwil, Unterendingen und Würenlingen, der 1987 gebildet worden war und zu dem 2015 auch die Pfarrei Ehrendingen stiess.

Auch im Pastoralraum wird jede Pfarrei über ihr Eigenleben verfügen. Im Vordergrund stehen die konstruktive Zusammenarbeit der Pfarreien und die Arbeit mit pastoralen Schwerpunkten für den ganzen Pastoralraum. «Seelsorge im Pastoralraum bedeutet für alle Beteiligten Brücken zu bauen: Zwischen den Orten und Ortsteilen innerhalb der Pfarreien, zwischen Bevölkerungsgruppen innerhalb der Pfarreien, unter den Pfarreien und nicht zuletzt zwischen Katholiken, Reformierten und auch den jüdischen Strukturen und Personen sowie heutigen Migranten», wird im Konzept des Pastoralraumes betont.
Ausgangspunkt der Gliederung des Bistums Basel in Pastoralräume bildete der Pastorale Entwicklungsplan, den der damalige Bischof Kurt Koch 2006 in Kraft gesetzt hatte. Mit dem Pastoralen Entwicklungsplan, und damit den Pastoralräumen, soll der gesellschaftlichen Entwicklung Rechnung getragen werden. Zweifellos dürfte aber auch der akute Priestermangel mit zur Errichtung von Pastoralräumen beigetragen haben. «Mit der Aufnahme von Ehrendingen in den Seelsorgeverband der Pfarreien Lengnau-Freienwil, Unterendingen und Würenlingen ist vor bald drei Jahren der erste Schritt zur Bildung des Pastoralraumes erfolgt», erklärte Ettore Indri, der Vizepräsident der Kirchenpflege Unterendingen am Festgottesdienst. «Veränderungen eröffnen stets auch Chancen. Daher hoffen wir, dass sich mit den neuen Strukturen auch neue Horizonte eröffnen.»