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Black Friday im Aargau: Polizei schickt zusätzliche Patrouillen ins Shoppi Tivoli Spreitenbach

Auch bei der Schnäppchenjagd sollen die Abstands- und Hygienemassnahmen wegen Corona nicht vergessen gehen. Im grössten Einkaufszentrum des Kantons, im Shoppi Tivoli in Spreitenbach, werden am heutigen Black Friday mehr Polizeipatrouillen als sonst eingesetzt.

Stefania Telesca
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Blick ins Shoppi Tivoli, das umsatzmässig zweitgrösste Einkaufszentrum der Schweiz.

Blick ins Shoppi Tivoli, das umsatzmässig zweitgrösste Einkaufszentrum der Schweiz.

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Seit Tagen bereiten sich die Läden im Aargau auf den heutigen Tag vor, viele Schnäppchenjäger können es kaum erwarten: Die grosse Rabattschlacht am Black Friday dürfte trotz Corona viele Menschen in Einkaufscenter und Geschäfte locken. Dabei sollen die Abstands- und Hygienemassnahmen aber auf keinen Fall vergessen gehen.

Wie es beim Gesundheitsdepartement auf Anfrage heisst, werden sowohl die Kantonspolizei als auch der Kanton selber die Aargauerinnen und Aargauer in den Sozialen Medien heute daran erinnern, dass die Massnahmen sowie die betrieblichen Schutzkonzepte trotz Schnäppchenjagd einzuhalten seien.

«Die Verantwortlichen in den Stützpunkten der Polizei sind auf das Thema sensibilisiert und sie werden punktuell Zusatzpatrouillen stellen», sagt Sprecher Michel Hassler. Für die Schutzkonzepte und deren Umsetzung sind auch am heutigen Black Friday die Einkaufsgeschäfte verantwortlich.

Eine vorgängige Prüfung durch Bund oder Kanton war nicht vorgesehen. «Der Kantonsärztliche Dienst erwartet, dass die Schutzkonzepte auch ausserordentliche Situationen berücksichtigen und dass sie konsequent von den Betrieben um- und durchgesetzt werden», ergänzt Michel Hassler.

Shoppi Tivoli: «Wir haben unsere Lehren gezogen»

Ein besonderes Einkaufsmagnet im Aargau ist - auch das ganze Jahr über – das Einkaufszentrum Shoppi Tivoli in Spreitenbach. Dort werden heute Polizeipatrouillen vor Ort sein, wie Hassler mitteilt: «Diesbezüglich haben bereits Vorabsprachen mit der Geschäftsleitung der Shoppi Tivoli Management AG stattgefunden.»

Das Shoppi Tivoli war zuletzt im Oktober im Rahmen des 50-Jahre-Jubiläums in die Kritik geraten. Dies, weil Bilder kursierten, auf denen trotz steigender Coronazahlen ein Gedränge von Menschen zu sehen war. Als eine Mega-Tischbombe mit Rabattlosen gezündet wurde, wurden die Sicherheitsabstände kaum mehr eingehalten.

Das Video der Feier:

«Wir haben die Lehren daraus gezogen», teilt die Geschäftsleitung des Shoppi Tivoli auf Anfrage mit. «Unser bestehendes Schutzkonzept haben wir überprüft und in Kooperation mit dem Kanton in einigen Punkten angepasst.» Damit es nicht mehr zu Szenen kommt wie im Oktober, finden im Einkaufscenter bis auf Weiteres keine solchen Events mehr statt.

30'000 Kunden am Black Friday in den letzten Jahren

In den Jahren 2018 und 2019 verzeichnete das Shoppingcenter am Black Friday jeweils rund 29'000 Besucherinnen und Besucher: «Dies über den gesamten Tag verteilt und mit zwei Stunden verlängerter Öffnungszeit. Dieser Wert entspricht einem gut besuchten Samstag», teilt die Geschäftsleitung mit.

Da sich die Aktionen der Geschäfte dieses Jahr vermehrt auf die ganze Woche oder aufs ganze Wochenende verteilen, erwartet die Geschäftsleitung des Shoppi Tivoli am heutigen Black Friday etwas tiefere Zahlen. «Zudem wirkt die aktuelle Corona-Situation generell frequenzdämpfend.»

Im Schutzkonzept des Shoppingcenters sind die relevanten Punkte in Bezug auf die allgemeinen Center-Flächen festgehalten. Das betrifft nebst den Reinigungs- und Desinfektionsprozessen auch Regelungen im Umgang mit den Besucherströmen und Menschenansammlungen: «So wird beispielsweise die Besucherfrequenz an stark frequentierten Tagen über die Einfahrten in die Parkhäuser gedrosselt», erläutert die Geschäftsleitung.

Hygienebeauftragte weisen auf Maskenpflicht hin

Die Mall-Flächen, insbesondere gewisse Knotenpunkte, werden mit Kameras und durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstes überwacht. «Wenn es zu Menschenansammlungen kommt, werden diese aufgelöst. Vor Geschäften mit kleinerer Verkaufsfläche wurden Wartezonen gekennzeichnet», schreibt die Geschäftsleitung weiter. Das Centermanagement des Shoppi Tivoli ist für die allgemeinen Flächen zuständig. Jedes Geschäft trägt die Verantwortung für seine Verkaufsfläche und die Einhaltung des eigenen Schutzkonzeptes.

Am Black Friday, wie auch an anderen stärker frequentierten Tagen werde das Sicherheitsdispositiv verstärkt. «Weiter patrouillieren an solchen Tagen auch Hygienebeauftragte, die Besucherinnen und Besucher auf die Hygiene- und Schutzmassnahmen, insbesondere auf die Maskenpflicht, aufmerksam machen und auf Wunsch die Hände der Passanten mit Desinfektionsmittel besprühen», so die Geschäftsleitung.