Blitzer an der Gstühl-Kreuzung erhält grünes Licht

Mit einer Verspätung von fast einem halben Jahr nimmt der Badener Blechpolizist am Montag den Vollbetrieb auf.

Philipp Zimmermann
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Ab Montag, 7 Uhr, werden sämtliche Temposünder und Rotlicht-Missachter auf der Badener Gstühl-Kreuzung geblitzt. Der erste fixe Blitzer im Aargau hat nun die Freigabe für den Vollbetrieb vom Eidgenössischen Institut für Metrologie (METAS) erhalten, wie die Stadt Baden mitteilt. Der erste Blitzer im Kanton Aargau nahm im Juli den Betrieb auf. Dass er nicht wie gewünscht funktioniert, war erst im Oktober publik geworden. Die nötigen Anpassungen wurden nun vorgenommen. 

Zwei Probleme lagen vor: Das erste betraf jene Temposünder, welche zu schnell in Richtung Zürich/Bern über die Kreuzung fuhren. Das System der Geschwindigkeitsüberwachung an sich funktioniere, hatte Stadtpolizei-Chef Martin Brönnimann dieser Zeitung Anfang November erklärt. Aber die Geschwindigkeit der Temposünder konnte nicht «gerichtsverwertbar» gemessen werden. Die Temposünder konnten also nicht gebüsst werden.

Die Ursache war technischer Natur. «Die Verkehrsüberwachungsanlage auf der Gstühl-Kreuzung ist sehr komplex», sagte Martin Brönnimann. «Die Situation muss durch unseren Lieferanten und das METAS geklärt werden. Die Stadt Baden hat hier keinen Einfluss.»

Pfosten verdeckte Rotlichtüberwachung

Das zweite Problem: Auch die Rotlicht-Missachter auf der linken Spur in Richtung Bern/Zürich durften bisher nicht gebüsst werden. «Auf der linken Spur ist die Rotlichtüberwachung durch einen Pfosten abgedeckt und erfüllt deshalb die Anforderungen nicht», hatte Jürg Niederhauser, Leiter Direktionsgeschäfte bei METAS, das Rotlicht-Problem gegenüber dieser Zeitung erklärt.  

300000 Franken hat die Überwachungsanlage die Stadt Baden gekostet. Die Anpassungen sind ein Garantiefall und verursachen für Baden keine weiteren Kosten. Der Stadt sind einzig die Einnahmen aus den verpassten Bussen seit Anfang Juli entgangen. Wobei sie sich stets auf den Standpunkt gestellt hat, dass es ihr bei der Anschaffung der Anlage um die Erhöhung der Verkehrssicherheit geht. Dagegen monieren Kritiker der Anlage, sie sei vor allem aus finanziellen Interessen installiert worden.

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