Baden
Botta-Gegner kritisieren Bäderplanung

Der Entwicklungsrichtplan (ERP) bringt die Botta-Gegner auf den Plan. Mehrverkehr, die städtebauliche Einpassung des Botta-Projekts, Grösse von Bad und Bäderparkhaus sowie die Rolle der Stadt im Planungsverfahren haben zu Kritik geführt.

Roman Huber
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Die Stadt agiere als Verbündete der Bauherrschaft und nehme die öffentlichen Interessen zu wenig wahr. Zu Unrecht, heisst es bei der Stadt.

Die Stadt habe sehr wohl die öffentlichen Interessen wahrgenommen, sagt Katrin Reimann, Projektleiterin, Abteilung Planung und Bau. Das gehe aus dem bisherigen Planungsverlauf hervor. Der Entwicklungsrichtplan aus dem Jahre 2002 sei zu einem Zeitpunkt entstanden, in dem es noch kein klares Raumprogramm gegeben habe. Der Stadtrat gab seinerseits im Jahr 2005 beim Architekturbüro Max Dudler eine Studie in Auftrag, weil das Bäderprojekt der Zürcher Architekten Senn und Kühne einige Zweifel geweckt hatte. Dudler zeigte die Baugeschichte am Limmatknie auf und analysierte das Bäderquartier. Er gelangte zur Erkenntnis, dass dieser Ort seit je dicht bebaut war; das würden sowohl römischen Bauten als auch das ehemalige Grand Hotel zeigen. Das war bekannt, bevor die neue «Verenahof»-Führung an die Stadt gelangt ist. Mit den neuen Eigentümern einigte sich die Stadt auf die Durchführung eines Studienwettbewerbes. Der Einwohnerrat stimmte dem Vorgehen einstimmig zu.

«Es brauchte eine andere städtebauliche Lesung und darum eine Abkehr vom bisherigen ERP», erklärt Reimann. Erwünscht war eine zeitgenössische Architektur, nicht eine historisierende. Diese habe das Botta-Projekt am besten eingebracht.

Die Revision des ERP war auch auf der Ennetbadener Seite notwendig. Zudem wurde neu das Oederlin-Areal auf Obersiggenthaler Boden mit einbezogen. Ziele und Absichten bleiben im revidierten ERP dieselben. 21 Eingaben sind bei der Vernehmlassung zur Anpassung des ERP eingegangen: 19 aus Baden, 2 aus Ennetbaden, 6 von Parteien, 3 von Vereinen und Organisationen, 10-mal von privater Seite.

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