Oberrohrdorf
Brand in Oberrohrdorfer Schulhaus brach wegen Fahrlässigkeit aus

Handwerker sind daran, das ausgebrannte Textil- und Werkzimmer zusanieren. Im Februar soll es bezugsbereit sein. Ein Feuer hatte den Raum Ende November vollständig zerstört.

Carla Stampfli
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Der Schaden wird auf mehrere 10'000 Franken beziffert.
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Diverse Dekorationen auf der Fensterbank wurden zerstört.
Brand in Schulzimmer in Oberrohrdorf
Das Feuer entfachte in der Nacht auf Donnerstag im Textil- und Werkzimmer
Material und Möbel sind vollständig mit Russ bedeckt
Material und Möbel sind vollständig mit Russ bedeckt
Das Zimmer ist vollständig mit Russ bedeckt

Der Schaden wird auf mehrere 10'000 Franken beziffert.

Kapo AG

Es war kein schöner Anblick, der sich am Donnerstag, 19. November, präsentierte: Als der Hauswart um 7 Uhr das Schulhaus Hinterbächli in Oberrohrdorf betrat, stank es nach Verbranntem.

Russ lag in der Luft, Brandabschnittstüren waren geschlossen. Bald fand er das ausgebrannte Textil- und Werkzimmer: Eine Russschicht bedeckte die Pulte und den Boden. Die Sterne der handgefertigten Tannenkränze glänzten nicht mehr golden, sie waren schwarz. Das innere Glas des Fensters in der hinteren Ecke war geborsten.

Ein Feuer hatte sich während der Nacht im Schulzimmer ausgebreitet und grossen Schaden angerichtet. Von einem «Totalverlust» sprach Schulleiter Christof Zehnder am Tag danach. «Das Zimmer ist vollständig verrusst. Mobiliar und Werkmaterial sind zum Teil verbrannt», sagte Zehnder.

Der Brandherd konnte an jenem Tag im Innern des Zimmers zwar lokalisiert werden. Doch die Ursache, warum das Feuer ausgebrochen war, blieb damals ein Rätsel.

Auf den aktuellen Stand der Untersuchungen angesprochen, sagt Roland Pfister, Mediensprecher der Kantonspolizei: «Der Fall ist noch nicht abgeschlossen.»

Es gebe jedoch Hinweise, dass es sich um eine «Fahrlässigkeit im Umgang mit brennbarem Material» handelt. Eine präzisere Angabe kann zurzeit auch der Schulleiter nicht machen: «Wir haben noch keine detaillierteren Angaben erhalten und warten auf den Bescheid der brandpolizeilichen Ermittlungen», erklärt Zehnder.

Neuausbau ist im Gange

Das Textil- und Werkzimmer bleibt weiterhin unbrauchbar: Derzeit ist der Raum bis in den Rohbauzustand ausgehöhlt. Intensive Reinigungsarbeiten sind abgeschlossen und der Neuausbau ist im Gange.

«Die regionalen Handwerker leisten eine sehr gute Arbeit und zeigen sich flexibel», sagt Zehnder.

Die Lektionen, die im ausgebrannten Zimmer hätten abgehalten werden sollen, finden in anderen Räumen statt. Die Sanierung wird voraussichtlich Ende Januar beendet sein. «Ab dem zweiten Schulsemester soll im Textil- und Werkzimmer wieder unterrichtet werden», sagt Schulleiter Christof Zehnder.

Nie Gefahr bestanden

Als der Hauswart den Brand entdeckte, war das Feuer bereits erloschen – für die Schüler und Lehrpersonen bestand nie Gefahr. Die Feuerwehr lüftete den Eingangsbereich und die Gänge der Schulanlage Hinterbächli mit einem Gebläse.