Baden

Brown-Boveri-Platz: Nur kein weiteres Debakel!

Der Brown-Boveri-Platz

Der Brown-Boveri-Platz

Der Einwohnerrat stellte kritische Fragen zum Projektwettbewerb für den Brown-Boveri-Platz. Der Stadtrat will die schlagende Idee zur Neugestaltung finden.

Es soll ein urbaner, verkehrsfreier und multifunktionaler Brown-Boveri-Platz werden. Ebenso möchte man gestützt auf das Freiraumkonzept von 1994 eine parkartige öffentliche Grünfläche. Zudem wird unter dem Platz ein neues Parkhaus gebaut, das unter anderem die Parkplätze auf den Verenaäckern ersetzen soll. Kein leichtes Unterfangen also, alles unter einen Hut zu bekommen. Mit Spezialisten beratend an der Seite und einem Projektwettbewerb möchte der Stadtrat die schlagende Idee zur Neugestaltung finden. Dazu benötigte er das Okay für 640000 Franken.

Mahnung an die Planer

Nach der Neugestaltung des Trafo- und des Theaterplatzes, denen doch einige Mängel anhaften, war also die notwendige kritische Haltung im Rat geboten. Die Quintessenz brachte am Schluss der Diskussion SP-Fraktionschefin Karin Bächli ein, mit einem Seitenblick auf die obgenannten Plätze: «Man muss sich nochmals gründlich überlegen, wofür dieser Platz einmal genutzt werden soll.»

Roland Guntern (Grüne) erkundigte sich, wie die Jury zusammengesetzt werde. Tomislav Kokot (team) wies auf die Fussgängersituation hin und forderte, über den Platz hinaus zu denken. Barbara Bircher (SP) fragte sich, ob Baden nicht eher einen lebendigen Platz brauche, den die Bevölkerung nutzen könne, als einen multifunktionalen. Peter Courvoisier (FDP) konnte sich schwerlich vorstellen, wie die unterschiedlichen Ansprüche von «Platz nicht versiegeln», «ökologisch» und «Bäume» mit den tatsächlichen Anforderungen an den künftigen Platz überhaupt vereinbar seien. Bei der SVP waren es einmal mehr die hohen Honorar- und Planerkosten, die zu denken gaben. Darum gebe es für die Fraktion nur eines: Ablehnung dieses Kredits, erklärte Adrian Gräub seitens seiner Partei.

Stadtrat Kurt Wiederkehr versprach, dass nebst den Beteiligten zahlreiche Experten beigezogen würden. Drei Landschaftsarchitekten seien in der Jury vorgesehen. Den Strassenraum werde man integral anschauen, so der Bauvorsteher. Er betonte, dass der Brown-Boveri-Platz für grössere Anlässe geeignet sei.

Neugestaltung Sache der Stadt

Früher war hier der Haupteingang zur verbotenen Stadt, Portier 1 genannt. Heute sind dort Parkplätze, Zufahrt ins ABB-Areal östlich der Bruggerstrasse sowie Scharnierstelle für den Fussverkehr zwischen Bahnhof bzw. Zentrum und Baden Nord. Raumplanerisch ist es eine Freifläche, die gemäss Entwicklungsrichtplan Baden Nord von der ABB Immobilien AG altlastenfrei an die Stadt Baden übergeben werden soll. Die Neugestaltung ist Sache der Stadt.

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