Ehrendingen
Brutaler Bandenkrieg in Ehrendingen: 36 Beschuldigte bestraft

Die Staatsanwaltschaft Baden hat das Strafverfahren gegen 50 Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Motorrad-Bandenkrieg im Juni 2010 in Ehrendingen abgeschlossen. Gegen 36 Beschuldigte wurden Strafbefehle erlassen.

Roman Michel
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Bandenkrieg Hells Angels
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Wenn sich die Motorrad-Gangs Outlaws und die Hells Angels begegnen, kann man froh sein, wenn sie nur demolierte Autos hinterlassen.
Die Aargauer Polizei hatte am Wochende in Ehrendingen AG alle Hände voll zu tun.
Dieser Cheep ist übel zugerichtet.
Der Parkplatz bei der Firma in Ehrendingen: Eingeschlagene Scheiben soweit das Auge reicht.
Die Aargauer Kantonspolizei fährt schweres Geschütz auf.
Zum Aufräumen gibts genug: Überall Glassplitter und zermöbelte Autos.
Ein Rocker wird von einer Bereitschaftspolizistin in Handschellen abgeführt. Die drei Verhafteten wollten «rein zufällig» in der Gegend gewesen sein...
Auf der Webseite des Outlaws MC Europe sind diverse Gratulationsschreiben aufgetaucht...
... ebenso im Gästebuch der Hells Angels Schweiz: Halbstarke Gratulationen für die Prügel-Orgie.

Bandenkrieg Hells Angels

Keystone

Demolierte Autos, Schüsse und ein Sachschaden von über 55 000 Franken: Am 12. Juni 2010 kam es vor dem Clubhaus des Outlaw Motorcycle-Club in Ehrendingen zu heftigen Auseinandersetzungen.

Eine hundertköpfige Rockergruppe verwüstete mit Steinen und Stangen zahlreiche Autos, zerstach Reifen, es fielen sogar Schüsse.

Landfriedensbruch und Verstoss gegen Waffengesetz

Die Staatsanwaltschaft Baden hat gegen 36 der 50 Beschuldigten nun einen Strafbefehl erlassen. Der Grund für die Bestrafung lautet Landfriedensbruch. Teilweise hätten sie auch gegen das Waffengesetz verstossen, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatsanwaltschaft.

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Aargauer Zeitung

Die Täter wurden mit 10 bis 40 Tagessätzen Geldstrafe und Verbindungsbussen zwischen 300 und 1500 Franken bestraft. Gegen 14 Beschuldigte wurde das Strafverfahren wegen Landfriedensbruch eingestellt. Gegen zwei weitere Personen erfolgte eine Teileinstellung wegen Gefährdung des Lebens.

Polizei vermutete ein «Machtspiel»

Die Kantonspolizei vermutete nach dem Gewaltakt in Ehrendingen, dass Mitglieder der Hells Angels hinter den Angriffen steckten. Deren Anwalt wies diese Anschuldigungen allerdings zurück.

«Es waren Hells Angels in Ehrendingen dabei, diese waren aber friedlich», sagte er. Gleich nach dem Zwischenfall wurden fünf Männer in Untersuchungshaft genommen. Max Suter, damaliger Sprecher der Kantonspolizei sprach damals von einem «Machtspiel».

Die Outlaws wollten am Samstag in Ehrendignen einen neuen Club gründen, was den Hells Angels offenbar nicht passte. Laut dem Polizeisprecher sollte mit dem Angriff demonstriert werden, «dass die Macht jemand anderem gehört».

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