Birmenstorf
Buch zeigt Wandel: «Ganz nöch a der Rüüss, a me sonnige Rai ...»

Die neue Ortsgeschichte befasst sich mit dem 20. Jahrhundert, in dem sich die Gemeinde in hohem Tempo veränderte.

Pirmin Kramer
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Die Gemeinde Birmenstorf (rechts im Bild) hat eine neue Ortsgeschichte.

Die Gemeinde Birmenstorf (rechts im Bild) hat eine neue Ortsgeschichte.

Walter Schwager/az-Archiv

Das Werk ist vollendet und gedruckt: Birmenstorf hat eine neue Ortsgeschichte. «Birmenstorf im 20. Jahrhundert: Ganz nöch a der Rüüss, a me sonnige Rai ...» heisst das Buch, das sich – wie es der Titel sagt – auf die Geschichte des vergangenen Jahrhunderts konzentriert. Das Werk versteht sich als Fortsetzung der «Geschichte der Gemeinde Birmenstorf» von Max Rudolf aus den Jahren 1983 und 1991.

Wie ein roter Faden durch die Ortsgeschichte zieht sich das Thema Wandel. Alle wesentlichen Themen der rasanten Veränderung Birmenstorfs werden angeschnitten. Im dreiteiligen Buch steht zuerst der Wandel des Lebensraumes zur Debatte, wozu zum Beispiel ein Aufsatz zum Ausbau der Infrastruktur gehört. Der zweite Teil, der den gesellschaftlichen Wandel thematisiert, zeigt die Bevölkerungsentwicklung seit dem Jahr 1900 und die Veränderungen im Vereinswesen auf sowie die Rolle der Frauen, also der Birmenstorferinnen. Der dritte Teil wagt einen Blick über die Gemeindegrenze und die Gegenwart hinaus.

Die Autoren des Buches haben Gespräche mit vielen verschiedenen Personen geführt, die noch im Dorf wohnen oder einen Teil ihres Lebens in Birmenstorf verbracht haben. Diese mündlich überlieferten Informationen ergänzen vorhandene Schriftstücke und Bilddokumente und ermöglichen Einblicke in Lebensbereiche, die bis jetzt nirgends schriftlich festgehalten sind.

Der hauptverantwortliche Autor und Gestalter der Ortsgeschichte ist Patrick Zehnder. Weitere Autoren sind Corinne Rufli, Stefan Michel und Patrick Schoeck-Ritschard.

Zu den Geldgebern zählen unter anderem die Einwohner- und Ortsbürgergemeinde Birmenstorf, der kommunale Hans-Köhler-Fonds, die Paul-Herzog-Stiftung in Luzern sowie die Albert-und-Ida-Nüssli-Stutz-Stiftung. «Ohne sie wäre das Werk nicht möglich gewesen», so Gemeindeammann Edith Saner. Der Gemeinderat sei stolz auf dieses Werk; es dokumentiere das vergangene Jahrhundert und zeige insbesondere, wie sich das Dorfleben in einer kaum nachvollziehbaren Geschwindigkeit verändert habe. «Diese Geschichte prägt unsere Gegenwart und Zukunft und verdient unseren Respekt», erklärt Edith Saner.

Die Buchvernissage findet am Freitag, 1. Januar, von 16 bis 17 Uhr in der Mehrzweckhalle statt, umrahmt von Neujahrsansprache und vom Neujahrsapéro.