Fislisbach
Buech soll in Fislisbach zum Wohnquartier der Zukunft werden

Um rund 600 Personen dürfte die Bevölkerung in Fislisbach bis 2025 wachsen. Nun werden die Weichen gestellt, damit die Gemeinde diese unterbringen kann. Im Vordergrund steht das Gebiet Buech an der Strasse nach Oberrohrdorf.

Carolin Frei
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Zuerst soll das nördliche Schild (gelb) im Baugebiet Buech eingezontwerden, das Schild Süd (rot) steht aktuell nicht zur Debatte. ZVG

Zuerst soll das nördliche Schild (gelb) im Baugebiet Buech eingezontwerden, das Schild Süd (rot) steht aktuell nicht zur Debatte. ZVG

Das Interesse der Bevölkerung scheint gross zu sein: Die Infoveranstaltung des Gemeinderats zum Mitwirkungsverfahren Planungsleitbild, zum kommunalen Raumentwicklungskonzept sowie zur Erweiterung Baugebiet Buech lockte zahlreiche Fislisbacher in die Aula Leematten.

Sehr zur Freude des Gemeindeammanns Silvio Caneri, wie er in seiner Begrüssung betonte. Er rollte nochmals die Fakten auf, welche die laufende Teilüberarbeitung der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland durch die verschiedenen Änderungen der gesetzlichen Vorgaben erfahren haben.

Raum schaffen als Ziel

Der Bearbeitung der Nutzungsplanung hat sich eine Kommission aus 18 Mitgliedern gestellt – mit dem Ziel, Raum für das Bevölkerungswachstum und baurechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Dies alles im Hinblick auf die möglichen Auswirkungen, die das Referendum zur Änderung des Raumplanungsgesetzes, über das am 3. März abgestimmt wird, zur Folge haben könnte.

«Das hat den Gemeinderat bewogen, die Einzonung Buech vorzuziehen», sagte Caneri. Mit einem erwarteten Bevölkerungswachstum von 0,8 Prozent pro Jahr, müsste in den nächsten 13 Jahren für 600 neue Einwohner Platz geschaffen werden, sagte Planer Renato Costamagna. Dies könne einerseits durch die innere Verdichtung erreicht werden, andererseits müsse aber auch eine Siedlungserweiterung ins Auge gefasst werden.

Nicht alle Eigentümer stimmen zu

Für rund 200 Einwohner sei eine Siedlungsentwicklung nach aussen notwendig. Die Gemeinde hofft nun, im erweiterten Baugebiet Buech fündig geworden zu sein. Für das nördliche Schild mit zirka 1,2 Hektaren hat sie von den Eigentümern das Einverständnis zur Umnutzung bekommen. Beim Schild Süd befürworten nicht alle das Ansinnen. Somit steht aktuell nur die Einzonung des Schildes Nord zur Debatte.

Kritik aus dem Publikum

Die anschliessende Diskussionsrunde warf hohe Wellen. Unter anderem war wenig Verständnis für die Hektik, mit der der Gemeinderat die Einzonung vorantreibt, vorhanden. Auch die Mehrwertabgabe und die Zubetonierung des Buechbergs waren immer wieder Thema. Zudem hätte man sich gerne die fünf möglichen Überbauungsvarianten angeschaut, auf was der Gemeinderat bewusst verzichtet hatte.

Die kleine Umfrage beim Apéro zeigte jedoch, dass man in der Arealentwicklung «Buech» durchaus eine gangbare Lösung sieht – Schattenloch hin oder her. Die Fislisbacher sind nun aufgerufen, sich beim Mitwirkungsverfahren einzubringen, das bis zum 21. März läuft.