Spreitenbach
Bund will nun Lärm beim Rangierbahnhof Spreitenbach messen

Die Aargauer und Zürcher Gemeinden im Limmattal sowie Kantone, SBB und Bund haben sich auf ein Vorgehen wegen der Lärmbelastung des Rangierbahnhofs Spreitenbach geeinigt. Der Lärm soll nun vom Bund gemessen werden.

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Rangierbahnhof Limmattal in Spreitenbach: Quelle des Lärms

Rangierbahnhof Limmattal in Spreitenbach: Quelle des Lärms

Keystone

Die Gemeinden und Kantone nahmen am Donnerstag im Rangierbahnhof Limmattal an einer Sitzung unter der Leitung des Bundesamtes für Verkehr (BAV) teil, wie BAV-Mediensprecherin Olivia Ebinger auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Beim Treffen war neben der SBB auch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) anwesend. Alle Beteiligten einigten sich darauf, ab November sogenannte Emissionsmessungen bei den Zügen vorzunehmen.

Gemeinsamer Plan

Zu diesem Zeitpunkt wird die SBB zwölf Gleisbremsen mit lärmdämpfenden Bremsbalken ausgerüstet haben. Bei den Messungen werden diese neuen Gleisbremsen bereits auf den Prüfstand sein.

Bis Ende Jahr soll gemeinsam ein Plan erstellt werden, wo und wann auch in den betroffenen Gemeinden gemessen werden soll. Für diese Immissionsmessungen sind ungefähr 20 Messtationen vorgesehen, die Messungen selbst werden im nächsten Jahr durchgeführt.

Komitee gegen Rangierlärm gegründet

Die Zürcher Gemeinden Oetwil an der Limmat, Geroldswil und Dietikon wehren sich zusammen mit Spreitenbach AG gegen den «störenden, penetranten und schädlichen Quietschlärm». Sie haben ein Komitee «Rangierlärm Nein!» gegründet und forderten den Bund Mitte Juni zum Handeln auf.

Das Komitee verweist auf die Situation beim Rangierbahnhof Muttenz im Baselbiet. Der Rangierbahnhof wird derzeit für 195 Millionen Franken saniert. Unter anderem werden Gleisanlagen optimiert, Stellwerke ersetzt sowie der Lärm- und Gewässerschutz verbessert.