Killwangen
Bundesgericht gibt grünes Licht für Lehnenviadukt bei Killwangen-Spreitenbach

Das Bundesgericht hat die Beschwerde der Gemeinde Oetwil an der Limmat gegen das Lehnenviadukt westlich des Bahnhofs Killwangen-Spreitenbach abgelehnt. Noch in diesem Jahr will die SBB mit den Bauarbeiten beginnen.

Dieter Minder
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Bei Bahnhof Killwangen-Spreitenbach vereinigen sich die Bahnlinien durch das Limmattal (links), durch den Heitersberg (Mitte) und aus Richtung Würenlos (rechts).

Bei Bahnhof Killwangen-Spreitenbach vereinigen sich die Bahnlinien durch das Limmattal (links), durch den Heitersberg (Mitte) und aus Richtung Würenlos (rechts).

Walter Schwager

Um die Zufahrt aus Richtung Wettingen in den Rangierbahnhof Limmattal zu verbessern, beabsichtigt die SBB beim Bahnhof Killwangen-Spreitenbach ein Lehnenviadukt zu erstellen.

Dazu wurden Anfang 2008 Sondierbohrungen am Hang zur Limmat abgeteuft. Im Dezember 2011 genehmigt das Bundesamt für Verkehr (BAV) das Projekt. Auf die Einsprache der Gemeinde Oetwil an der Limmat war das BAV nicht eingegangen.

Die Gemeinde befürchtete zusätzliche Immissionen. Das BAV kam zum Schluss, dass der zu erwartende Mehrverkehr zu gering sei.Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) ergänzte, dass Oetwil zu wenig betroffen sei und dass die Lärmschutzvorgaben des Bundes eingehalten würden.

Mit einer Beschwerde zog die Gemeinde Oetwil an der Limmat das Verfahren ans Bundesverwaltungsgericht weiter. Es lehnte die Beschwerde ebenfalls ab, worauf die Gemeinde an das Bundesgericht gelangte. Nun hat auch dieses die Beschwerde abgewiesen. Damit ist für die SBB der Weg zum Bau des Lehnenviaduktes frei.

Die Vorarbeiten starten am 1. August 2013, eigentlicher Baubeginn ist dann im September 2013 vorgesehen, teilt die SBB mit. Ende 2016 sollen die ersten Züge über das Lehnenviadukt rollen. Die Baukosten betragen voraussichtlich 70 Millionen Franken.