Motion
Bunt, einheitlich oder vielseitig: Der öffentliche Raum in Baden soll aufgewertet werden

In Baden soll es mehr Sitzgelegenheiten geben. Olivier Funk vom Team Baden beauftragt den Stadtrat, die heute provisorische Möblierung durch eine optisch ansprechendere und definitiv Lösung zu ersetzen.

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Auch der Theaterplatz soll aufgewertet werden.

Auch der Theaterplatz soll aufgewertet werden.

Claudio Thoma

Baden und seine öffentlichen Plätze – eine Hassliebe. Einerseits erhält die Stadt viel Lob: Der Heimatschutz hat ihr den Wakker-Preis verliehen, weil Baden «klug in Freiräume» investiert und den inneren Stadtkern vom Verkehr befreit hat. Der Theaterplatz beispielsweise, wo einst Autos durchfuhren, gehört jetzt ganz den Fussgängern. Andererseits wird seit Jahren Unmut laut an der Gestaltung der neu entstandenen Freiräume. Öde, ohne Charme und Charakter, lautet das Urteil der Kritiker zum Theaterplatz.

Nun gibt es einen neuen Versuch, den Theater- sowie auch weitere Plätze in Baden zu beleben: Olivier Funk vom Team Baden beauftragt den Stadtrat in einer Motion, die heute provisorische Möblierung durch eine optisch ansprechendere und definitiv Lösung zu ersetzen und dafür im Budget 2022 die notwendigen Mittel bereitzustellen.

2005 konnten noch Autos auf dem Theaterplatz parkieren.
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Heute befindet sich darunter ein Parkhaus.

2005 konnten noch Autos auf dem Theaterplatz parkieren.

Walter Schwager

«Wie bereits mehrfach zum Ausdruck gebracht, ist es dem Team ein Anliegen, unsere Plätze zu beleben. Die vergangenen beiden Jahren haben gezeigt, dass die provisorische Möblierung auf dem Theaterplatz der Bevölkerung stark genutzt und sehr geschätzt wird. Nun ist es an der Zeit, diese provisorische Lösung durch ein ästhetisch ansprechendes, beständiges Definitivum zu ersetzen», fordert Olivier Funk.

Massnahmen sollen Menschen in die Innenstadt locken

Ein Beispiel dafür, wie der öffentliche Raum erfolgreich aufgewertet werden könne, seien die farbigen Stühle. Sie wurden dieses Jahr im Stadtgebiet aufgestellt und erinnern an Badens Ehrung an den Wakker-Preis. Es brauche nun aber ein Gesamtkonzept für die Möblierung im öffentlichen Raum, so Olivier Funk. «Wir müssen uns fragen, was wir wollen: Möglichst bunt? Möglichst einheitlich? Möglichst vielseitig? Aus unserer Sicht ist es sinnvoll, dies gesamthaft zu machen. Die Kunst besteht darin, dass der grössere Zusammenhang erkennbar wird und stimmig zu Baden passt.» Er und das Team sind überzeugt, dass solche Massnahmen dazu führen, den öffentlichen Raum in der Innenstadt attraktiver zu machen und dadurch mehr Menschen in die Innenstadt zu locken. (pkr)

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