Baden
Buntes Treiben gegen die Kälte – Badener Guggenacht lockte viel Volk auf die Strasse

Die Guggenacht lockte die Narren auf die Strassen. Sogar Nicht-Fasnächtler zog das Treiben in ihren Bann. Trotz oder gerade wegen der Kälte legten sich die Musiker voll ins Zeug. Manch ein Charts-Hit mutierte zur schrägen Blasmusik.

Barbara Scherer (Text und Fotos)
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Guggenacht Baden
21 Bilder
Wie die wilden Hühner spielen die Schlümpf Music for Fun
Rythmisches Trommeln animiert zum mittanzen
Mit schrägen Tönen wird dem Winter der Gar ausgemacht
Gross und Klein sind begeisterte Guggemusiker bei den Chlüppliseck Chloote
Für echte Fasnachtsnarren ist die Guggenacht ein Muss
Es hallen die hellen Trompetentöne der Rabeschläcker durch die Strassen
Es gibt auch kleine Tanzeinlagen bei der Guggemusik
Es geht auch melodiös -zeigen die Dättwiler 05
Ein guter Gugger will geübt sein
Die Wasserschlossfäger geben im Zelt am Bahnhofsplatz Gas
Die Schlümpf Music for Fun Gruppe legt viel Wert auf ihre Kostüme
Die Räbeschläcker trompeten durch die Nacht
Die Häxeschränzer heizen den kalten Winternächten ein
Die Looper Gnome bringen die Altstadt in Schwingung
Die Chlüppliseck Chloote verbreiten gute Stimmung
Die Gesichtsbemalung gehört dazu bei der Gugge
Der Mac Donalds Vorplatz wird zur Bühne mit den Räbeschläcker
Der Cordulaplatz wird zur Hauptbühne des Abends, hier spielen die Häxeschränzer
Dättwiler 05 lassen Chartshits zu schräger Blasmusik werden
Bei der Kappi Clique machen auch die ganz Kleinen mit

Guggenacht Baden

Barbara Scherrer

Es ist Nacht, die Strassen sind nass und die Luft ist kalt. Hoch über den Köpfen wehen bunte Stofffetzen im Winterwind. Aus der Ferne hallt ein Trommeln durch die leeren Strassen, plötzlich erklingen helle Trompetentöne und blasen die Winterkälte davon. Mit rhythmischen Paukenschlägen und lautem Musizieren wird der Winter am Samstagabend vertrieben – es ist Guggenacht. Ein Muss für jeden richtigen Fastnachtsnarren. Mit bunt bemalten Gesichtern und farbigen Kostümen wandern die Guggenmusiker durch die Stadt und machen an jeder Bühne halt um sich Gehör zu verschaffen.

Der Zauber des Karnevals

Bewaffnet mit Pauken, Trommeln, Trompeten und Klarinetten, stellen sich die Musiker in Reih und Glied auf, statt Fastfood gibt es in dieser Nacht nun schnelle Rhythmen vor dem Mc Donalds. Zu den Hauptbühnen werden der Schlossbergplatz und der Cordulaplatz. Doch auch der Löwenplatz, sowie direkt am Bahnhof entstehen musikalische Treffpunkte. Selbst Nicht-Fasnächtler können an diesem Abend dem Zauber des Karnevals nicht entgehen. Fetzige Rhythmen klingen durch die ganze Stadt; wo man auch hingeht, tummeln sich kostümierte Personen. Pinguine, Wikinger oder Clowns strömen durch die Strassen – es herrscht ein bunter Rummel in allen Ecken.

Gespielt wird von den Guggemusikern fast alles. Jeder Charts-Hit mutiert zur schrägen Blasmusik. Mit melodiösen, balladesk anmutenden Intros geht es über zu schnellen Rhythmen. Unter den Musikern finden sich auch viele Kinder, die begeistert mitmusizieren. Die Fastnachtsnarren scharen sich in Halbkreisen vor den Musikern. Es wird getanzt, gehüpft oder im Takt gewippt, auf jeden Fall herrscht eine ausgelassene Stimmung. Aus der ganzen Region reisen die Narren an, um das Tanzbein zu schwingen. Gross und Klein sind kostümiert und tragen fratzenartige Masken. Wer nicht so kreativ gekleidet ist, bemalt sich mit bunter Schminke das Gesicht – ob mit Herzen oder Blitzen, Hauptsache etwas Farbe gegen die grauen Wintertage.

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