Baden
«Cachet-Haus»: Der Abbruch findet definitiv diesen Herbst statt

Eine letzte Beschwerde hat den Neubau an der Bahnhofstrasse 7 in Baden blockiert. Nun hat sie das Bundesgericht abgewiesen.

Sabina Galbiati
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So soll das neue «Cachet-Haus» aussehen, wenn es im Herbst 2018 fertig ist: Auf der Ebene Schlossbergplatz und Bahnhofstrasse entstehen Gewerberäume, darüber eine Ebene mit Büroflächen und in den Ebenen 3 und 4 acht Maisonettewohnungen und drei Etagenwohnungen.

So soll das neue «Cachet-Haus» aussehen, wenn es im Herbst 2018 fertig ist: Auf der Ebene Schlossbergplatz und Bahnhofstrasse entstehen Gewerberäume, darüber eine Ebene mit Büroflächen und in den Ebenen 3 und 4 acht Maisonettewohnungen und drei Etagenwohnungen.

zvg

Mit rund 15 Monaten Verzögerung kann das «Cachet-Haus» an der Bahnhofstrasse 7 abgebrochen werden. Starttermin ist frühestens Ende September. Dies, nachdem das Bundesgericht die letzte hängige Beschwerde Ende Juni abgewiesen hat.

Wann genau der Neubau des Hauses beginnt, ist noch nicht klar, die Bauplanung wird derzeit neu erstellt. «Der Neubau wird voraussichtlich im Herbst 2018 fertiggestellt sein», teilt die Miteigentümergemeinschaft Wohn- und Geschäftshaus Bahnhofstrasse 7» (MEG) mit.

Sie hatte sich bereits vor mehreren Wochen mit den Mietern in den Geschäften bei der Blinddarm-Unterführung einigen können, sodass die zwei hängigen Beschwerden sich erübrigt hatten.

Noch offen war bis dahin jener Entscheid des Bundesgerichts. Bernd Reichert hatte stellvertretend für die Hauseigentümer am Hahnrainweg, dem sogenannten «Kriesi-Areal», Einwendungen gegen das Projekt erhoben.

Weil der Stadtrat diese abgewiesen hatte, gelangte Reichert mit einer Beschwerde an den Kanton. Dieser trat allerdings nicht darauf ein, weil sie zu spät eingereicht wurde.

Das Bundesgericht stützt nun diesen Entscheid des Kantons. Reichert, der als Beschwerdeführer die Beschwerdegegnerin mit 3000 Franken entschädigen muss, nimmt den Entscheid gelassen: «Die Chance, dass meine Beschwerde doch noch behandelt werden könnte, war mir das Geld wert und die Welt dreht sich schliesslich trotz des Bundesgerichtsentscheids weiter.»

Aufatmen kann auf der anderen Seite Kurt Baumann von der MEG: «Wir sind sehr froh und erleichtert, dass es nun endlich vorwärtsgeht.»

Bushaltestelle rechtzeitig fertig

Nun steht auch der geplanten Bushaltestelle «Schlossbergplatz», der öffentlichen Treppe von der Bruggerstrasse zum Schlossbergplatz und dem öffentlichen Lift bis zur Ebene Bahnhofstrasse nichts mehr im Weg.

Die Bushaltestelle im Erdgeschoss wird Anfang 2018 für die Busse befahrbar sein. Eigentlich hätte sie ein Jahr früher betriebsbereit sein sollen.

Da die Fertigstellung des Bustunnels durch die Tunnelgarage aber auch erst Anfang 2018 vorgesehen ist, wird die Verzögerung des Baustarts keinen Einfluss auf die Linienführung haben.

Gesamtprojektleiter des Schulhausplatzumbaus, Marcel Voser, ist erleichtert: «Wir sind froh, dass wir diesen letzten Mosaikstein – die Bushaltestelle – doch noch rechtzeitig in Betrieb nehmen können.» Mit der neuen Linienführung wird die Weite Gasse vom Busverkehr entlastet.

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