Caritas
Junge Aargauerinnen und Aargauer sollen sich freiwillig engagieren – diese Gebenstorferin macht das bereits

Caritas Aargau startet ein neues Projekt in der Region. Dabei werden Junge aufgefordert. Die 26-Jährige Pascale erzählt, weshalb sie sich bei der Hilfsorganisation engagiert.

Sharleen Wüest
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«Kinder geben einem sehr viel zurück», sagt Pascale.

«Kinder geben einem sehr viel zurück», sagt Pascale.

zvg

Im Bereich des Freiwilligenengagements ist das Hilfswerk Caritas nicht mehr wegzudenken. Um auch jungen Erwachsenen im Aargau die Möglichkeit zu bieten, etwas zu bewegen, wird neu youngCaritas, der Jugendbereich der Caritas, aufgebaut. Projektleiterin Lydia Weiss sagt: «Das Freiwilligenengagement sowie die Vernetzung und Bildung ermöglichen jungen Erwachsenen positive Erlebnisse zu teilen.» So werde ein solidarisches Miteinander gefördert.

Das Jugendalter und die Zeit des jungen Erwachsenenalters eignen sich perfekt, um sich in der Gesellschaft aktiv einzubringen, meint Weiss. Denn das Erwachsenwerden ist geprägt von verschiedenen Entwicklungsaufgaben. Besonders die eigene Identität wird in dieser Zeit herausgebildet. «Durch ihr Engagement erfahren die jungen Erwachsenen, dass sie einen Unterschied machen und zu einer solidarischen und gerechteren Welt etwas beitragen können», schreibt die Projektleiterin und ergänzt:

«Wer sich selbst verschenkt, wird beschenkt. Dies stärkt die Identität und das Selbstwertgefühl.»

Die 26-jährige Pascale aus Gebenstorf setzt sich bereits aktiv bei der Schweizer Hilfsorganisation ein. Ihren Nachnamen möchte Sie aus Datenschutzgründen in der Zeitung nicht lesen. Sie ist im Projekt «mit mir» Patenschaften von Caritas Aargau aktiv. Das Projekt bietet Eltern und Kindern in einem Engpass soziale Integration, Hilfe und Entlastung im Alltag.

Pascale ist seit Anfang Mai Patin eines acht-jährigen Mädchens. Ein bis zwei Mal pro Monat unternehmen die beiden zusammen etwas. Hemmungen hatte sie beim ersten Treffen keine, denn die Patenschaften werden sorgfältig ausgesucht. Bereits im Januar hat sich die 26-Jährige bei der Projektleiterin Isabel Borges gemeldet. Nachdem sie einen Fragebogen zu ihrer Person ausgefüllt, den Strafregisterauszug geschickt und ein ausführliches Gespräch mit Isabel Borges geführt hatte, stand warten an. Doch die Zeit verging wie im Fluge und schon war ein erstes Treffen mit ihrem jetzigen Patenkind und deren Familie angesagt. «Ich war neugierig und gespannt darauf, was mich erwartet. Klar hat man etwas Respekt vor der neuen Situation», erinnert sich Pascale. Doch die Chemie hat gestimmt.

Sie möchte dem Kind schöne Momente schenken

So haben die Cupcakes ausgesehen.

So haben die Cupcakes ausgesehen.

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Pascale erzählt voller Freude vom ersten Treffen alleine mit ihrem Patenkind. Denn die Wohnung der 26-Jährigen verwandelte sich kurzerhand in eine Backstube. «Sie hat sich Zitronencupcakes gewünscht», sagt Pascale. Da durften natürlich lustige Toppings nicht fehlen. Die Patin lacht, scheint sich gerne an diesen Tag zu erinnern. Auf ihre Freude angesprochen sagt sie: «Kinder geben einem sehr viel zurück. Vor allem wenn man sie glücklich nach Hause bringen darf. Das ist das Schönste.»

Als Fachfrau Betreuung Kleinkind ist Pascale täglich mit Kindern in Kontakt. «Ich bin sehr gerne mit Kindern zusammen. Deshalb habe ich mich auch für das Patenschaftsprojekt entschieden», sagt sie. Das Interesse an einem Freiwilligenengagement entfachte bei einem Gespräch mit ihrer Schwester. Überzeugt hätte sie sich danach an den Computer gesetzt und nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht. Das Patenschaftsprojekt sei ihr gleich ins Auge gestochen. «Ich finde es schön, wie man einer Familie mit wenig viel geben kann», sagt sie und ergänzt: «Vor allem möchte ich aber dem Kind schöne Momente schenken.»

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